Bereits seit Anfang der 1980er-Jahre zeigten sich in den Staaten des Ostblocks zunehmende Auflösungserscheinungen. Aufgrund schlechter Versorgungslage, über Jahrzehnte hinweg aufgebaute Unzufriedenheit über systematische Menschen- und Bürgerrechtsverletzungen sowie mangelnder Reformfähigkeit der sozialistischen Volksrepubliken fanden diese in den Jahren 1988 und 1989 schließlich ihr Ende. Herbeigeführt wurde diese Wende durch Bürgerrechtsbewegungen und Massenproteste, welche in vielen Staaten auftraten und sich dabei gegenseitig inspirierten, wie z.B. die Solidarność-Bewegung in Polen, die durch Proteste erzwungene Grenzöffnung zwischen Österreich und Ungarn, die singende Revolution in den baltischen Staaten oder die durch Studierende initiierten Proteste in Peking.

Eine Sonderrolle nehmen dabei die Bürgerproteste in Ostdeutschland ein. Der DDR widmete die Sowjetunion die meisten Ressourcen sowie die höchste Aufmerksamkeit, während die SED-Führung gleichzeitig die geringsten Reformbestrebungen an den Tag legte, gar weniger als die Führung der UdSSR selbst. Als die Bevölkerung, vor allem in Sachsen, das SED-Regime durch anhaltende Massendemonstrationen absetzte, war der entscheidende Meilenstein in der Auflösung der sozialistischen Staatengemeinde gelegt, der Fall der Mauer zwischen BRD und DDR wurde zum Symbol des Ende des Kalten Kriegs.

Die Friedliche Revolution in den Sozialistischen Volksrepubliken wird häufig auch als „Wende“ bezeichnet, wobei in diesem Begriff nicht selten auch die Erfahrungen der frühen 1990er-Jahre einbezogen werden. Daran entzündet sich jedoch Kritik, da die Bezeichnung der „Wende“ auf Egon Krenz, den letzten Regierungsvorsitzenden der ehemaligen DDR zurückzuführen ist und den Versuch der SED-Führung kennzeichnet, die Revolution in ihrer Schlussphase doch noch ausbremsen zu können.

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