Das Jahr 2025 in der SLpB

2025 stand Chemnitz als Europäische Kulturhauptstadt im Mittelpunkt. Das Projektbüro Chemnitz wurde zu einem wichtigen Ort für Veranstaltungen, Vernetzung und europapolitische Bildung in Westsachsen. Zugleich blieb die SLpB in ganz Sachsen präsent: mit Angeboten zu Europa, politischer Kultur, Geschichte, Medienbildung und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Auch die vorgezogene Bundestagswahl prägte das Jahr und machte erneut deutlich, wie wichtig politische Orientierung und Gesprächsangebote bleiben.

Chemnitz 2025: Europäische Kulturhauptstadt und die SLpB mittendrin

2025 blickte Europa auf Chemnitz. Als Europäische Kulturhauptstadt wollte die Stadt unter dem Motto „C the Unseen“ sichtbar machen, was oft übersehen wird: Menschen, Orte, Geschichten und neue Perspektiven auf eine Stadt im Wandel.

Auch für die politische Bildung wurde Chemnitz 2025 zu einem wichtigen Ort. Das Projektbüro Chemnitz bot Veranstaltungen, Debatten und Begegnungen zu europäischen und internationalen Themen an. Damit wurde die Präsenz in Westsachsen gestärkt und ein neuer Raum für politische Bildung geschaffen, der auch über das Kulturhauptstadtjahr hinaus wirken soll.

Blick nach Europa: Debatten, Begegnungen und Vernetzung

2025 wurde Chemnitz auch zu einem Ort europapolitischer Debatten. Bei der Partnerkonferenz und der anschließenden trinationalen Vernetzungstagung kamen Akteure aus Sachsen, Tschechien und Polen zusammen, um über politische Bildung in Europa, gemeinsame Herausforderungen und neue Formen der Zusammenarbeit zu sprechen.

Auch darüber hinaus prägten europäische und internationale Themen das Jahr: Gespräche mit Gerald Knaus, Elmar Brok und Ekaterina Romanova, Einordnungen zur politischen Lage in Tschechien nach der Wahl und die Theaterabende mit Alfons machten Europa aus sehr unterschiedlichen Perspektiven greifbar. So wurde deutlich, dass europapolitische Bildung nicht nur Institutionenkunde ist, sondern von Begegnung, Streitfragen und persönlichen Geschichten lebt.

2025 jährte sich die deutsche Einheit zum 35. Mal. In einer Diskussion unter dem Titel „Kein Beitritt auf Augenhöhe“ ging es um das deutsch-deutsche Verhältnis 1989/90 und um die Frage, warum nach 35 Jahren formaler Einheit noch immer Entfremdung spürbar ist. Der Abend blickte auf die Friedliche Revolution, das Vereinigungsjahr 1990 und heutige ost-westdeutsche Wahrnehmungen. Dabei wurde deutlich: Die Einheit ist nicht nur ein historisches Datum, sondern ein offenes Gespräch über Demokratie, Anerkennung, Erfahrungen und Erwartungen.

Rückblick in unserem Blog:
Kein Beitritt auf Augenhöhe

Weitere Informationen zu Themen, Projekten, Veranstaltungen und Publikationen dieses Jahres finden Sie im Jahresbericht der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.