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  1. Fotografie: Hessen/Thüringen, BRD, April 1992
    Heikle Aufgabe an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Mit schwerem Gerät und großer Umsicht spürten Minenräumkommandos Altlasten des DDR-Grenz-Regimes auf und entschärften die gefundenen Sprengkörper.
  2. Fotografie: Zwickau, BRD, Februar 1991
    Ein einfühlsamer Sozialarbeiter und ein spendierter Kasten Bier öffneten mir und meiner Kamera die Tür zum Jugendzentrum. Spannendes Shooting mit damals noch recht entspannten rechtsradikalen Jugendlichen.
  3. Fotografie: Leipzig, BRD, Februar 1991
    Prüfender, vielleicht auch ungläubiger Blick in die Geldbörse. Es wunderte nicht, dass die Umstellung auf die D-Mark für Unsicherheit sorgte.
  4. Fotografie: Messe Leipzig, BRD, November 1991
    Ohne Friedliche Revolution wäre das Bild nur das scherenschnittartige Konterfei Lenins. 1991 wurde es durch die Baukräne zum Sinnbild des Wandels.
  5. Fotografie: Zwickauer Land, BRD, April 1992
    Von der damaligen Autobahn aus, war es nur ein dunkler Fleck. Nach vielen Landstraßenkurven stand ich vor einem wilden Autofriedhof mitten auf dem Acker. Kollektiv, auch im Vergangenen, war mein Gedanke.
  6. Fotografie: Bad Langensalza, BRD, Oktober 1991
    Keine Ankündigung, kein Fototermin, sondern eine zufällige Begegnung auf der Heimfahrt von Berlin nach Frankfurt am Main. In der Abenddämmerung rüstete eine Panzereinheit der Roten Armee zum Aufbruch. Kurze Zeit später sind alle ihre Kasernen und Truppenübungsplätze geräumt.
  7. Fotografie: Dresden, BRD, Dezember 1991
    Allmählich wurde es in den Innenstädten lauter, bunter und geschäftiger. Dennoch war eine gewisse Skepsis zu spüren und zu beobachten.

Sechstes Kapitel: DDR - BRD. Hoffnungen und Verluste

Der DDR blieben die traumatischen Erfahrungen Rumäniens und Jugoslawiens erspart. Selbst im Vergleich mit der Samtenen Revolution in der Tschechoslowakei, die sich 1992 konfliktfrei in Tschechische Republik und Slowakei schied, erscheint die Revolution von 1989 noch friedlicher. Die Transformation nach dem Zusammenbruch der alten Staatsführung war geprägt von einem Ziel, das von großen Teilen der Bevölkerung geteilt und von der westdeutschen Regierung vorangetrieben wurde: der Wiedervereinigung Deutschlands. Die erstmals demokratisch gewählte Volkskammer vollzog mit der Gründung der neuen Bundesländer, einer Währungsreform und der Unterzeichnung des Beitrittsvertrags die notwendigen Schritte.

Viele DDR-Bürger hofften, bald den Lebensstandard und die Bedingungen ihrer Landsleute in den alten Bundesländern zu teilen. Versprechungen von den „blühenden Landschaften“ der deutschen Bundesregierung bekräftigten diese Hoffnungen. Trotz Wiedervereinigungseuphorie, einem vermeintlich vorgezeichneten Weg und ökonomischer Anstrengungen und Investitionen bedeutete die Transformation zugleich einen Verlust an Orientierung und die Entwertung von vertrautem Wissen und Gewissheiten.

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Hintergrundreportage von Doreen Reinhard

Zwickau, BRD, Februar 1991 Ein einfühlsamer Sozialarbeiter und ein spendierter Kasten Bier öffneten mir und meiner Kamera die Tür zum Jugendzentrum. Spannendes Shooting mit damals noch recht entspannten rechtsradikalen Jugendlichen.

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