DDR - BRD. Hoffnungen und Verluste

Der DDR blieben die traumatischen Erfahrungen Rumäniens und Jugoslawiens erspart. Selbst im Vergleich mit der Samtenen Revolution in der Tschechoslowakei, die sich 1992 konfliktfrei in Tschechische Republik und Slowakei schied, erscheint die Revolution von 1989 noch friedlicher. Die Transformation nach dem Zusammenbruch der alten Staatsführung war geprägt von einem Ziel, das von großen Teilen der Bevölkerung geteilt und von der westdeutschen Regierung vorangetrieben wurde: der Wiedervereinigung Deutschlands. Die erstmals demokratisch gewählte Volkskammer vollzog mit der Gründung der neuen Bundesländer, einer Währungsreform und der Unterzeichnung des Beitrittsvertrags die notwendigen Schritte.

 

Viele DDR-Bürger hofften, bald den Lebensstandard und die Bedingungen ihrer Landsleute in den alten Bundesländern zu teilen. Versprechungen von den „blühenden Landschaften“ der deutschen Bundesregierung bekräftigten diese Hoffnungen. Trotz Wiedervereinigungseuphorie, einem vermeintlich vorgezeichneten Weg und ökonomischer Anstrengungen und Investitionen bedeutete die Transformation zugleich einen Verlust an Orientierung und die Entwertung von vertrautem Wissen und Gewissheiten.

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Zwickau, BRD, Februar 1991 Ein einfühlsamer Sozialarbeiter und ein spendierter Kasten Bier öffneten mir und meiner Kamera die Tür zum Jugendzentrum. Spannendes Shooting mit damals noch recht entspannten rechtsradikalen Jugendlichen.

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