Vortrag in Dresden ordnet aktuelle US-Ansprüche, NATO-Sicherheit und den Wunsch nach Unabhängigkeit ein
Nie zuvor stand Grönland so stark im internationalen Rampenlicht wie heute. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat US-Präsident Donald Trump vergangene Woche erneut Anspruch auf die arktische Insel erhoben und „unverzügliche Verhandlungen“ gefordert. Kurz darauf einigten sich Trump und NATO Generalsekretär Mark Rutte auf Eckpunkte einer Vereinbarung, die eine Ausweitung der US-Militärpräsenz, ein Mitspracherecht bei Investitionen sowie ein stärkeres Engagement europäischer NATO-Staaten in der Arktis vorsieht. Parallel beraten die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union über das weitere Vorgehen.
Vor diesem hochaktuellen Hintergrund lädt die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung am 29. Januar 2026 zu einer öffentlichen Veranstaltung in die Volkshochschule Dresden ein. Der Vortrag „Grönland – Spielball der Großmächte?“ aus der Reihe Kontrovers vor Ort findet von 18:30 bis 20:30 Uhr statt und beleuchtet die geopolitischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dimensionen der aktuellen Entwicklungen.
Im Mittelpunkt stehen folgende Themen:
- Grönlands strategische Bedeutung für USA, NATO und Europa
- Trumps erneuerte Ansprüche und ihre Folgen für das transatlantische Verhältnis
- Rohstoffe, Handelswege und Sicherheitspolitik im arktischen Raum
- Das Verhältnis zu Dänemark und die Rolle der Europäischen Union
- Die Perspektiven der grönländischen Bevölkerung zwischen Autonomie und Unabhängigkeit
Begleitet wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Birgit Stöber, Professorin für Kommunikationsmanagement an der Business and Law School Berlin. Sie gilt als ausgewiesene Grönland Expertin mit langjähriger Erfahrung in Wissenschaft, Journalismus und Diplomatie. Stöber arbeitete unter anderem als Auslandskorrespondentin in Kopenhagen, lehrte an der Copenhagen Business School und leitete die Presse und Kommunikationsarbeit der Königlich Dänischen Botschaft in Berlin. Seit mehr als zwei Jahrzehnten bereist sie regelmäßig Grönland.
„Grönland liegt zentral zwischen Nordamerika sowie dem russischen und chinesischen Einflussraum. Das ist eine wichtige strategische Position. Hinzu kommt der Rohstoffreichtum des Landes. Ich bin mir sicher, Grönland wird nicht amerikanisch, aber es wird weniger dänisch.“, sagt Birgit Stöber im SLpB-Blog.
Die Veranstaltung bietet Medienvertreterinnen und Medienvertretern fundiertes Hintergrundwissen, aktuelle Einordnungen zur internationalen Politik sowie O-Töne und Gesprächsmöglichkeiten mit der Referentin. Auch Bildmotive und lokale Anknüpfungspunkte für die Berichterstattung sind gegeben.
- Datum: 29. Januar 2026
- Uhrzeit: 18:30 bis 20:30 Uhr
- Ort: Volkshochschule Dresden
- Veranstaltungsart: Vortrag
- Reihe: Kontrovers vor Ort
- Teilnahme: kostenfrei, öffentliche Veranstaltung
Presse und Anmeldung:
Thomas Platz, Telefon 0351 85318 21, thomas.platz@slpb.sachsen.de
Anton Zuschke, Telefon 0351 85318 30, anton.zuschke@slpb.sachsen.de
Interviewanfragen und weitere Informationen sind vorab möglich.
