Kann ich mir das Heizen noch leisten? Wie sicher wird die Versorgung mit Gas und Strom künftig sein? Kann ein Windpark in meiner Umgebung helfen, unabhängiger von Energieimporten zu werden? Wie sieht die Energiepolitik der politischen Parteien aus, was unterscheidet sie?

Aktuelle Fragen wie diese beschäftigen Bürgerinnen und Bürger in Sachsen wie in ganz Deutschland und vielen Teilen Europas. Mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine hat sich die energiepolitische Debatte verschoben: Klimaverträglichkeit und der Fokus auf erneuerbare Energien prägten über Jahre die öffentliche Debatte, der Ausstieg aus Kernkraft und Kohle war beschlossen. Angesichts von Krieg und Inflation geht es aktuell darum, eine sichere und für die Bevölkerung bezahlbare Energieversorgung zu gewährleisten. Die Frage, von welchen Staaten und Technologien wir uns abhängig machen – oder genau dies aus guten Gründen nicht tun, wird kontrovers diskutiert.  

In der Veranstaltungsreihe „Kalte Heizung – heiße Debatte“ sprechen wir mit Politikerinnen und Politikern der sechs im Bundestag vertretenen Parteien. Moderator Ralf Krüger fragt nach: Wie wollen die verschiedenen Parteien die Akzeptanz der Bürger und Bürgerinnen für ihre Politik gewinnen? Zwar befürworten viele Deutsche die Energiewende, aber nicht Windparks vor der eigenen Haustür. Und würden diejenigen, die zurück zur Atomkraft wollen, auch ein Endlager für Atommüll in Sachsen in Kauf nehmen? Ist es moralisch vertretbar, Verträge über Gaslieferungen nun mit Katar statt mit Russland abzuschließen? Und warum sind wir in Deutschland gegen Fracking, kaufen jedoch Fracking-Gas aus Amerika? Die Teilnehmenden sind eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen.