Der neue Antisemitismus
Analyse und Aufklärung zu aktuellen judenfeindlichen Stereotypen
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Veranstaltungsort
Brückenstraße 10
09111 Chemnitz
DE
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Nach dem Überfall der islamistischen Terrorgruppe Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ist ein massiver Anstieg antisemitischer Äußerungen und Gewalttaten zu beklagen. Zusätzlich zum Bedienen altbekannter judenfeindlicher Stereotype wird vor allem der israelbezogene Antisemitismus immer anschlussfähiger, auch in der Mitte unserer Gesellschaft.
Ziel dieses Workshops ist es, die Funktionslogik des modernen Antisemitismus zu analysieren und dessen gesellschaftliche Auswirkungen zu untersuchen. Es werden die beiden konkurrierenden Definitionen von Antisemitismus (IHRA-Arbeitsdefinition und Jerusalemer Erklärung) vorgestellt und kritisch beleuchtet. Die geschichtlichen Dimensionen des Judenhasses in Form von Antijudaismus und Antizionismus werden davon begrifflich abgegrenzt.
Auch konkrete Beispiele von Antisemitismus in Wort und Bild kommen nicht zu kurz und werden anhand unterschiedlicher Definitionen im Detail diskutiert. Die Schlüsselfrage lautet: Was wird in unserer Gesellschaft als antisemitisch angesehen und was kann als legitime Kritik verstanden werden?
Den Impulsvortrag zu Beginn der Veranstaltung hält Dr. Johannes Sosada. Er ist aktuell Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr Hamburg im Bereich Israel, Nahost und Antisemitismus. Bis 2025 arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Auslandsbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Jerusalem. Seine Promotion an der Technischen Universität Berlin (2025) behandelt das Thema „Gebildeter Antisemitismus an Universitäten in Deutschland“. Sein Master- und Bachelorstudium der Politikwissenschaften und Geschichte absolvierte er in Tübingen und Göttingen. Für ein Auslandssemester studierte er an der Ben-Gurion-Universität, Israel, und für ein Auslandsjahr an der Universität Yale, USA.
Workshop-Leiter ist Professor Dr. Vladimir Shikhman. Er lehrt seit 2016 Wirtschaftsmathematik an der Technischen Universität Chemnitz und ist Mitglied im Netzwerk Jüdischer Hochschullehrender in Deutschland, Österreich und der Schweiz e. V. Dr. Shikhman engagiert sich seit dem überfall vom 7. Oktober 2023 gegen Antisemitismus in Chemnitz. Als Postdoktorand verbrachte er einen Monat am Technion - Technologischen Institut für Israel. 2023 wurde er mit dem Transferpreis der TU Chemnitz in der Kategorie „Gesellschaftliches Engagement innerhalb und außerhalb der Universität“ ausgezeichnet.
Unsere Gäste und Beteiligten dieser Veranstaltung
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