Besuch beim Nachbarn
SLpB-Studienreise nach Niederschlesien 13.-16. Oktober 2026
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Die Studienreise bietet einerseits Einblick in die Wojewodschaft Niederschlesien mit ihrer jahrhundertealten deutsch-polnischen Geschichte und gibt andererseits Gelegenheit zu Gespräch und unmittelbarer Begegnung mit Akteuren und Akteurinnen, die sich für den Austausch zwischen den beiden Ländern und Regionen engagieren. Dank beidseitigem Einsatz ist über die Jahre zwischen den beiden Nachbarländern ein verlässlich stabiles Verhältnis entstanden, insbesondere zwischen Sachsen und Niederschlesien. Gleichzeitig gilt es diese Nähe immer neu zu verteidigen, denn politische Veränderungen in ihren jeweiligen Regierungen können sie leicht beeinträchtigen.
Im Fokus der Reise stehen Ereignisse der jüngeren Geschichte wie die Gründung der Internationalen Jugendbegegnungsstätte 1989 in Kreisau/Krzyzowa, die Aufnahme Polens 2004 in die Europäische Union und die Eröffnung des sächsischen Verbindungsbüros in Breslau/Wroclaw. Wir besichtigen die genannten Orte, treffen Anna Leniart, Leiterin des Verbindungsbüros, und Martin Kremer, deutscher Generalkonsul in Breslau/Wroclaw, Professor Krzysztof Ruchniewicz (angefragt), Spezialist für deutsch-polnische Beziehungen, und einzelne Vertreter der Kulturhauptstadt Wroclaw in der ECOC-Family. Auf dem Programm steht ferner das Institut für internationale Studien und Sicherheit der Universität Breslau/Wroclaw und der Austausch mit den dort Studierenden.
Die Reise dient dazu, sowohl Gemeinsamkeiten zwischen den beiden EU-Nachbarländern festzustellen als auch Unterschiede, die Transformationsprozesse der Partnerregionen zu vergleichen und sich mit der gemeinsamen Mitgliedschaft in der Europäischen Union kontrovers auseinanderzusetzen. Die Weiterreise nach Kreisau/Krzyzowa schließlich bringt die Reisenden in Berührung mit dem Widerstand, den Einzelne hier vor Ort während des Nationalsozialismus begründet und dem Regime entgegengesetzt haben. Er bildet die Basis für den deutsch-polnischen Jugendaustausch, der hier seit Jahrzehnten praktiziert wird. Ein Besuch der Friedenskirche Schweidnitz/ Swidnica rundet die Versöhnungsarbeit von Kreisau/Krzyzowa ab und zeigt eindrücklich, warum dieses Engagement auch in Zukunft unabdingbar bleibt.
Anmeldemodalitäten folgen in den nächsten Wochen.
Unsere Gäste und Beteiligten dieser Veranstaltung
Generalkonsul
Leiterin des sächsischen Verbindungsbüros in Wrocław
Zeithistoriker
Journalist