24. Sonnenstein-Symposium
Zwischen Verfolgung und Selbstbehauptung. Jüdische Wohlfahrt in Sachsen im Nationalsozialismus
Termindetails
Veranstaltungsort
Schlosspark 9-12
01796 Pirna
DE
Veranstaltungsinfos
Kooperationspartner
Stiftung Sächsische Gedenkstätten
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Die Nationalsozialisten schlossen seit 1933 jüdische Menschen zunehmend von Leistungen der öffentlichen Wohlfahrt aus. Dies führte dazu, dass bereits bestehende jüdische Sozialeinrichtungen an Bedeutung gewannen und sogar noch neue hinzukamen. Für die Menschen, die dort lebten und arbeiteten, wurden die Bedingungen im Verlauf der nationalsozialistischen Herrschaft immer prekärer. Einrichtungen wie jüdische Altersheime oder Krankenhäuser wurden im Nationalsozialismus zu Orten der Verfolgung, aber auch der Selbstbehauptung. Zum Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 möchte das 24. Sonnenstein-Symposium dieses ambivalente Verhältnis genauer in den Blick nehmen.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, der Gedenkstätte Großschweidnitz, des Kuratoriums Gedenkstätte Sonnenstein e. V., der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und des HATiKVA e. V.
Anmeldung bis 26. Oktober 2026 per E-Mail erforderlich:
veranstaltungen.pirna(at)stsg(dot)de
Termin: 1. November 2026
Ort: ZAB Zentrum für Arbeit und Bildung (ehemals AWO Pirnaer Werkstätten), Schlosspark 9-12, 01796 Pirna
Programmplan:
10:00 Uhr Begrüßung
10:15 Uhr Panel 1
Vom Wohlfahrtswerk zum „Judenhaus“: Das Henriettenstift im Nationalsozialismus
Anke Kalkbrenner (Dresden)
„Wer sorgt für wen? Jüdische Ärzte, Fürsorge und Selbsthilfe in Görlitz unter nationalsozialistischer Verfolgung“
Lauren Leiderman (Görlitz)
11:15 Uhr Kaffeepause
11:45 Uhr Panel 2
Ausgegrenzt und verdrängt. Jüdische Ärztinnen in Dresden nach 1933
Dr. Marina Lienert (Dresden)
Jüdische Häftlingsärzte im KZ Sachsenburg
Dr. Jürgen Nitsche (Mittweida)
12:45 Uhr Mittagspause mit Imbiss
13:45 Uhr Panel 3
Das Erziehungsheim für jüdische Mischlingskinder in der Tötungsanstalt Hadamar 1943–1945
Madeleine Michel (Hadamar)
Jüdische PsychiatriepatientInnen in Schlesien im Nationalsozialismus
Hagen Markwardt (Pirna)
14:45 Uhr Kaffeepause
15:15 Uhr Panel 4
Josef Stein – Ein jüdischer Arzt in der Landesanstalt Großschweidnitz nach 1945
Dr. Maria Fiebrandt (Großschweidnitz)
Der jüdische Kulturpfad Dresden
Dr. Heike Liebsch (Dresden)
16:00 Uhr Abschlussdiskusssion
16:30 Uhr Ende
Anmeldung bitte bis zum 26. Oktober 2026 an:
veranstaltungen.pirna@stsg.de
Termindetails
Veranstaltungsort
Schlosspark 9-12
01796 Pirna
DE
Veranstaltungsinfos
Kooperationspartner
Stiftung Sächsische Gedenkstätten