Viel Lärm um nichts oder souveräne Krisenbewältigung?

Die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung startet ihren Online-Dialog zum Umgang mit dem Corona-Virus.

Haben die Verantwortlichen in Sachsen souverän reagiert, als sie Schulen geschlossen und Ausgangssperren verhängt haben? Seit März versuchen Behörden bundesweit mit gravierenden Eingriffen ins öffentliche Leben, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. In dessen Ursprungsland China verstarben laut offiziellen Angaben seit Dezember 2019 mehr als 3.300 Menschen an der neuartigen Lungeninfektion, mehr als 80.000 Menschen hatten sich infiziert. In Deutschland haben sich laut Robert Koch-Institut bisher mehr als 125.000 Menschen mit dem Virus angesteckt, rund 3.800 davon leben in Sachsen. 70 Todesopfer zählt das Institut im Freistaat, bundesweit 2.969 (Stand 14.4.).

Das Ende und die Folgen der Coronakrise sind bislang noch nicht absehbar. Darum ruft die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung (SLpB) unter www.lasst-uns-streiten.de/onlinedialog-zum-umgang-mit-dem-coronavirus auf zur Diskussion. Seit dem heutigen Dienstag, dem 14. April, stellt der 16. Online-Dialog der SLpB vier Thesen zur Debatte, die sich mit der Coronakrise auseinandersetzen: “Die Coronakrise verschärft die soziale Ungleichheit”, “Zur Bekämpfung der Pandemie sollten Bürger*innen bereit sein, auf demokratische Grundrechte zu verzichten”, “In der Krise ist sich jeder Nationalstaat der nächste” und “Die Bekämpfung des Coronavirus sollte zentral vom Bund koordiniert werden”.

Die öffentliche Meinung streitet über Sinn und Unsinn der ergriffenen Maßnahmen. Die Nutzerinnen und Nutzer des Online-Dialogs sollen diese Diskussion fortsetzen – unter Einhaltung der notwendigen Netiquette. Seit 2016 stellt die SLpB mit der Dialogplattform www.lasst-uns-streiten.de einen Raum zum Meinungsaustausch zu aktuellen politischen Themen bereit. Ein Dialogthema wird dort in vier kontroverse Thesen zerlegt und mit passenden Hintergrundinformationen versehen. Über diese Thesen sollen die Nutzerinnen und Nutzer abstimmen. Sie sind dazu aufgefordert, ihre Position zu begründen und werden mit gegenteiligen Positionen konfrontiert. Die Plattform will damit sogenannte „Filterbubbles“ und „Echokammern“ aufbrechen und einen argumentativen Austausch anregen. Der Dialog wird moderiert. 2019 diskutierten insgesamt 1.783 Besucherinnen und Besucher bei drei Online-Dialogen, 16 Online-Dialoge gab es seit 2016 insgesamt. Die Auswertungen der vergangenen Online-Dialoge sind unter www.lasst-uns-streiten.de/informationen zu finden.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Annette Rehfeld-Staudt: 0351 85318-46, annette.rehfeld-staudt@slpb.smk.sachsen.de