Kurzfilme sind populär: Sie reichen von Werbe- und Musikvideoclips bis hin zu abstrakter Animation. Die Möglichkeiten, politische Themen in Kurzfilmen umzusetzen, sind vielfältig und aufgrund der geringeren Vorlaufzeit kann der Kurzfilm schnell, experimentell und kreativ auf aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen reagieren. Sie durchdringen ihr Thema, sie reflektieren, sie bilden ab und suchen dabei immer auch neue Ausdrucksformen. Ein Kurzfilm kann – ähnlich wie eine Kurzgeschichte – nicht auserzählen, aber anregen. 

Der Filmpreis „voll politisch“ will 2021 erstmals einen Film honorieren, der sich – ganz im Sinne der politischen Bildung – kreativ, kontrovers und kritisch mit seinem Sujet auseinandersetzt, dabei den Perspektivwechsel wagt und eine neue Sicht auf ein politisches Thema ermöglicht. Er regt das Publikum an zur Diskussion und weckt den Wunsch, mehr zu erfahren und sich zu engagieren. Der Preis findet im Rahmen des Filmfestes Dresden statt. Das FILMFEST DRESDEN ist eine international anerkannte Plattform für Kurzfilme. Entstanden ist es im Jahr 1989 noch vor dem Fall der Mauer aus einem Akt der Opposition heraus, Filme zeigen zu können, die in der DDR verboten waren. Seitdem wächst das Festival und hat sich eine Reputation erarbeitet als Drehscheibe und Netzwerkmöglichkeit für Filmschaffende aus aller Welt und als ein Filmfest, das auch den Anspruch vertritt, politisch und gesellschaftlich relevanten Themen Raum zu geben.

Die Kriterien des Preises

Der Preis zeichnet die filmische und inhaltliche Umsetzung eines politischen/gesellschaftlichen Themas mit Blick auf die Grundsätze der politischen Bildung/des Beutelsbacher Konsens aus:

  • Multiperspektivität: Das Thema des Films stellt möglichst unterschiedliche Aspekte eines politischen Themas dar.
  • Informationsvermittlung: Der Film informiert sein Publikum sachlich und inhaltlich korrekt und eröffnet dem Publikum eine neue Perspektive auf das Thema.
  • Selbstbefähigung: Das Publikum wird angeregt, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen, sich weiterführend zu informieren oder sich zu engagieren.

Die Vorjury des Preises

Vier Referent*innen der SLpB wählen als Vorjury die politisch interessantesten Filme aus allen Wettbewerbsbeiträgen des Filmfestes Dresden für das Hauptscreening aus.

Christina Wittich

Liebt das Kino und vermisst es gerade sehr. Früher (Film-)Journalistin arbeitet sie heute als Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit bei der SLpB und ist damit beauftragt politische Bildung neu zu kommunizieren.

Joachim Amm

Joachim Amm ist Publikationsreferent bei der SLpB. Zuvor war er Wissenschaftlicher Assistent an der TU Dresden, dann Lehrer an mehreren sächsischen Schulen sowie Schulevaluator.

Katrin Fischer

Leidenschaft für Film und leidenschaftliche Frontfrau für Erwachsenenkommunikation, die Menschen dazu ermutigt, sich an Entscheidungsprozessen aktiv zu beteiligen. Jeder Diskurs kann durch konzentriertes Zuhören und gegenseitigen Respekt gelingen.

Sabine Kirst

Faible für Fotografie und Kurzfilm; geht beruflich der Frage nach, wie Menschen Medien und Politik besser verstehen können. Derzeit tut sie dies am Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Termine

In Kürze erscheinen hier die Termine und Details zur Preisverleihung.