Desinformation und Hass im Superwahljahr

Ein Rückblick auf die Wahlkämpfe in Sachsen

Datum: 10.09.2024, 17:00–20:15 Uhr

Ort: Leipzig: Leipzig, Deutschland Kultur- und Begegnungszentrum "Ariowitsch-Haus" e.V. Hinrichsenstraße 14 04105 Leipzig

Wahlkämpfe finden zunehmend im Internet statt und werden auch mit unlauteren Mitteln geführt.

Dabei sind es weniger politische Parteien und Kandidaten selbst, als vielmehr deren Unterstützer sowie antidemokratische und ausländische Akteure, die Desinformation, Hass und anderen manipulative Techniken nutzen. Deren Ziel ist es, die Entscheidungen von Wählerinnen und Wählern zu beeinflussen oder demokratische Wahlen und Institutionen an sich in ihrer Legitimität anzugreifen.

Mit der Veranstaltung blicken wir zurück auf drei Wahlen und monatelangem Wahlkampf in Sachsen.

Welche desinformierenden Erzählungen waren häufig zu beobachten? Wer war besonders betroffen von hetzerischen und verleumderischen Beiträgen? Von wem geht solch undemokratische Praxis aus? Und vor allem: welche Bedeutung hatte es für den Ausgang der Wahlen

Diese Fragen erörtern wir mit drei Gästen, die Soziale Medien mit unterschiedlichen Fragestellungen während der Wahlen 2024 beobachten:

Das Projekt Faktenstark sammelt Beiträge aus Sachsen auf verschiedenen Plattformen und analysiert deren desinformierenden Erzählungen. Im Monitoring-Projekt des Leipziger Else-Frenkel-Brunswik-Instituts liegt der Fokus vor allem auf extrem rechte Telegram-Gruppen mit lokalem und landesweiten Bezug. Und eine Studie des Institute for Strategic Dialogue blickt bundeweit in TikTok-Kanäle und auf geschlechtsbezogenem Hass und Desinformation.

Am Ende schauen wir auch nach vorn, denn 2025 stehen Bundestagswahlen an. Daher fragen wir auch, was Gesellschaft, Politik, Medien und Bildung bedenken und tun sollten, um demokratische Wahlen und faire Wahlkämpfe zu stärken.


Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten und insbesondere jene, die öffentliche Debatten und Wahlkämpfe beobachten, analysieren oder mitgestalten. Ausdrücklich eingeladen sind daher Vertreterinnen und Vertreter von Medien, Politik, Verbänden, politischer Bildung, Forschung und Zivilgesellschaft.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Anmeldung wird aus organisatorischen Gründen jedoch gebeten.

Programm:

16:45 Uhr Tür offen
17:00 Uhr Desinformation und Hass während der Wahlkämpfe 2024 in Sachsen
 

Desinformation in den Sozialen Medien in Sachsen
Una Titz (Analystin im Projekt Faktenstark und Bildungsreferentin im Projekt de:hate der Amadeu-Antonio-Stiftung)

 

Mobilsierung durch die extreme Rechte in Sachsen auf Telegram
Dr. Johannes Kiess (Stv. Direktor des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts / Universität Leipzig, verantwortlich für das Forschungsprojekt Online-Mobilisierung der extremen Rechten)

 

Geschlechtsbezogene Gewalt und Desinformation auf TikTok
Paula Charlotte Matlach (Analystin am Institute for Strategic Dialogue Germany, mit Fokus auf Online-Verbreitung von Desinformation, Hassrede und extremistischen Ideologien)

18:30 Uhr Pause mit kleinem Imbiss
19:00 Uhr

Was bedeuten die Beobachtungen für zukünftige Wahlen? Podiumsdiskussion mit allen drei Gästen

ca. 20:00 Uhr Ende

Anmeldung

Teilnahmegebühr

keine

Freie Plätze

genug

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Informationen

Veranstaltungsart

Diskussion

Themengebiet
  • Politische Kultur
  • Medien und Digitales
  • Extremismus
  • Europa und Welt
  • Glokale Trends
Zielgruppe
  • Interessierte
  • Journalistinnen und Journalisten / Medien
  • Politikerinnen und Politiker / Abgeordnete
  • Interessenverbände / Mitwirkungsgremien
  • Fachpublikum
  • Hochschule
  • Mittler politischer Bildung
  • Medienpädagoginnen und Medienpädagogen
  • Landes- und Kommunalverwaltung
Veranstalter
SLpB, Referat 1
inhaltl. Ansprechpartnerin
Kirsten Limbecker, SLpB

0351 85318-30,

Veranstaltungsnummer

16 01

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