"Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit" Offener Gesprächsabend mit jüdischen und muslimischen Gläubigen
Offener Gesprächsabend mit jüdischen und muslimischen Gläubigen
Termindetails
Veranstaltungsort
Hauptstraße 23
01097 Dresden
Deutschland
Veranstaltungsinfos

Rabbiner Michael Jedwabny, jüdische Gemeinde Chemnitz und Tayyar Kocak, Vorsitzender von Forum-Dialog e. V. tauschen sich über aktuelle Entwicklungen in Sachsen aus und kommen mit Ihnen und weiteren Vertreterinnen und Vertretern von jüdischen und muslimischen Gemeinden in Gespräch.Im öffentlichen Leben findet der persönliche Glaube kaum statt. Religionszugehörigkeit wird meist nur im privaten Kreis angesprochen und nicht sichtbar in der Öffentlichkeit gezeigt. Die politischen Vorgaben während des Nationalsozialismus und der DDR-Zeit verdrängten die Religionsausübungen von öffentlichen Gebäuden und Plätzen ins Private.
Im öffentlichen Leben findet der persönliche Glaube kaum statt. Religionszugehörigkeit wird meist nur im privaten Kreis angesprochen und nicht sichtbar in der Öffentlichkeit gezeigt. Die politischen Vorgaben während des Nationalsozialismus und der DDR-Zeit verdrängten die Religionsausübungen von öffentlichen Gebäuden und Plätzen ins Private. Nach der friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung wird die freie Religionsausübung in Sachsen garantiert (Verfassung des Freistaates Sachsen, Art. 19.; Art. 109-112). In Sachsen existieren neben den Kirchen nur wenige religiöse Orte wie Synagogen und Moscheen. Islamische Religionsgemeinschaften treffen sich in Wohn- oder Bürohäusern, die zur Moschee umgebaut oder umfunktioniert wurden. Jüdische Gemeinschaften sind derzeit aufgrund der baulichen Maßnahmen an den Synagogen (erhöhte Sicherheitsvorkehrungen) in Bürohäusern oder Wohnungen untergebracht, wie die Chemnitzer Gemeinde.
Religionszugehörigkeit wird oft als Anlass genommen, um Feindbilder zu entwickeln, zu verfestigen und zu vererben. Sichtbare Kopfbedeckungen wie Kippa oder Kopftuch können aggressive Reaktionen hervorrufen. Wie gehen die Mitglieder der jüdischen und muslimischen Religionsgemeinschaften mit diesen Reaktionen und Einschränkungen um? Welche Vorstellungen haben wir von einem sichtbaren religiösen Leben in der Öffentlichkeit?
Durch den Gesprächsabend führen Dr. Verena Böll, Referentin für interkulturelle und interreligiöse Bildung an der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und Dr. Sebastian Meyer-Stork, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.
Ab 17.00 kann die Ausstellung „Sichtbare Vielfalt. Religionen in Sachsen“ individuell besucht werden. Die Kuratorin Dr. Verena Böll ist anwesend und beantwortet gerne Ihre Fragen.
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Veranstaltungsort
Hauptstraße 23
01097 Dresden
Deutschland
