Rote Linien
Wie das Bundesverfassungsgericht die Demokratie schützt
Termindetails
Veranstaltungsort
Straße der Nationen 33
09111 Chemnitz
DE
Veranstaltungsinfos

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ist eine deutsche Ikone: Mit „Karlsruhe“ verbinden die meisten eine mächtige Institution, der mehr Vertrauen entgegengebracht wird als der Regierung oder sogar der Bundeswehr. Die Grundrechte, die hier verhandelt werden, gehen uns alle etwas an. Doch wer die roten Roben trägt und wie entschieden wird, ist weithin unbekannt.
Susanne Baer, Autorin der SLpB-Publikation “Rote Linien”, erzählt davon in ihrem Buch, anschaulich und persönlich, aus Sicht einer ehemaligen Richterin nach zwölf Jahren im Amt. Wie funktioniert das Gericht tatsächlich? Wie stellt es sicher, dass alle gehört werden? Und wie finden acht ganz unterschiedliche Persönlichkeiten auch bei großen Kontroversen zu einem Konsens? Wie schützt also das Verfassungsgericht die Demokratie - und warum müssen wir es schützen?
Constanze Geiert, war vor ihrer Berufung zur Sächsischen Staatsministerin der Justiz Professorin an der Hochschule in Meißen für Besonderes Verwaltungsrecht. Sie vereint breite juristische Expertise mit politischer Verantwortung. Im Zwiegespräch loten beide Expertinnen aus, wie Gesetze entstehen und zur Anwendung kommen. Sie sprechen beide über Theorie und Praxis, jede in ihrer Profession und bringen zum Ausdruck, welche Bedeutung und Wirkungsmacht die deutsche Rechtsprechung im In- und Ausland gewonnen hat.
Das Gespräch moderiert Bastian Wierzioch, Diplomjournalist, Politikwissenschaftler und Reporter bei MDR Kultur.
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