Holocaust in Frankreich: Geschichte und Erinnerung
Vortrag mit Diskussion
Termindetails
Veranstaltungsort
Annenstraße 10
Raum Raum B4.02 (Etage4)
01067 Dresden
DE
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Die Pogromnacht des 9. November 1938 markiert in Deutschland - und so auch in Dresden - den Beginn der öffentlichen nationalsozialistischen Judenverfolgung. Grund genug, an diesem Tag der Schrecken des Holocausts zu gedenken und seine Geschichte wachzurufen. Der Holocaust geschah europaweit. In Sachsen sind die Verfolgungsgeschichten in anderen Ländern nicht immer präsent, obwohl sie durchaus in Wechselwirkungen zu den Entwicklungen im Deutschen Reich standen. In diesem Jahr richten die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, die Stiftung Sächsische Gedenkstätten und die Volkshochschule Dresden aus Anlass des 9. Novembers ihren Blick nach Frankreich. Was geschah in der Zeit der deutschen Besatzung eigentlich in unserem Nachbarland?
Der Holocaust in Frankreich weist besondere Merkmale auf: Obwohl das Land von Deutschland besetzt war, fiel - im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern - nur ein relativ geringer Teil der französischen Juden (25 %) der Vernichtung zum Opfer. In der Summe rechnet man mit ca. 76.000 ermordeten Juden. Der Vortrag geht den Gründen dieser Entwicklungen nach, zeichnet Stationen und Orte, Besonderheiten und Gründe der Judenverfolgung in Frankreich nach.
Die Aufarbeitung und das Gedenken an den Holocaust in Frankreich ging ebenfalls andere Wege als hierzulande. Lange Zeit vernachlässigt bzw. ignoriert, gewann das Thema erst Ende der 1970er Jahre an Bedeutung. Bekannt sind etwa die Aktivitäten von Serge und Beate Klarsfeld, die den "Schlächter von Lyon", Klaus Barbie in Bolivien aufspürten und vor Gericht brachten. Seither nimmt das Thema einen zentralen Platz in öffentlichen Debatten ein.
Mit Dr. Dominique Trimbur, dem Programmleiter der international renommierten "Fondation pour la Mémoire de la Shoah » in Paris, die selbst Teil der französischen Aufarbeitungsgeschichte ist, kommt ein ausgewiesener Kenner der Materie nach Dresden. Er wird die Geschichte des Holocausts in Frankreich und seiner Aufarbeitung nachzeichnen - und darlegen, welche Rolle das Thema in politischen Auseinandersetzungen - bis in die Wahlkämpfe der Gegenwart spielt.
Dr. Dominique Trimbur studierte Germanistik und Geschichte der internationalen Beziehungen in Metz und Straßburg. Er promovierte 1996 zum Dr. phil über die frühen deutsch-israelischen Beziehungen. Nach einer Post-Doc-Position am französischen Forschungszentrum in Jerusalem trat er 2002 in die Fondation pour la Mémoire de la Shoah ein. Neben den genannten Themen publizierte er auch zum europäischen Engagement in Palästina und der Levante im 19./20. Jahrhundert.
Eine gemeinsame Veranstaltung von Sächsischer Landeszentrale für politische Bildung, Stiftung Sächsische Gedenkstätten und Volkshochschule Dresden.
Unsere Gäste und Beteiligten dieser Veranstaltung
Programmdirektor Fondation pour la mémoire de la Shoah Paris
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Annenstraße 10
Raum Raum B4.02 (Etage4)
01067 Dresden
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