Auf den Spuren nationalsozialistischer Verbrechen
Exkursion nach Nürnberg und Bayreuth
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Wer darüber Bescheid weiß, wie zur Zeit des Nationalsozialismus Millionen Menschen mit Hilfe einer ausgeklügelten Ideologie fanatisiert wurden, versteht besser, welchen Gefahren wir in der Gegenwart wieder ausgesetzt sind. Wissen und Verstehen können uns dabei helfen, extremistisches Gedankengut zu entlarven und uns für eine demokratiefreundliche Haltung zu stärken. Das ist das Ziel dieser besonderen Exkursion.
Aus diesem Grund steht unsere Exkursion ganz im Zeichen des Lernens aus der Geschichte. Wir reisen nach Nürnberg, einem der zentralen Orte deutscher Erinnerungskultur. Dort besuchen wir den historischen Schwurgerichtssaal, in dem die Nürnberger Prozesse stattfanden – ein Symbol für die rechtliche Aufarbeitung der NS-Verbrechen und den Beginn einer internationalen Strafgerichtsbarkeit. Ebenso begeben wir uns in das Dokumentationszentrum auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände, das eindrucksvoll die Machtinszenierungen des Regimes offenlegt und die gefährliche Faszination totalitärer Systeme sichtbar macht.
Zugleich erinnert das Dokumentationszentrum an die Opfer des modernen Rechtsterrorismus, wie etwa der NSU-Morde. Diese Verbrechen führen uns schmerzhaft vor Augen, dass extremistisches Denken auch in unserer Gegenwart existiert – oft schleichend, verborgen und doch zerstörerisch.
Abschließend führt uns unsere Reise nach Bayreuth, eine Stadt, die in den 1930er Jahren durch Hitlers persönliche Verehrung Richard Wagners und dessen Musikfestspiele zu einem geistig-kulturellen Zentrum der nationalsozialistischen Ideologie wurde. Dort werden wir sehen, wie Kunst, Kultur und Propaganda ineinandergriffen und wie sich selbst scheinbar ästhetische Ausdrucksformen in den Dienst politischer Verführung stellen ließen.
Die Exkursion soll nicht nur historische Fakten vermitteln, sondern auch zum Nachdenken anregen – über Verantwortung, Haltung und die Bedeutung einer lebendigen Demokratie in der Gegenwart.
Exkursionsprogramm
1. Juni 2026 – Anreise & Einführung
Bis 17:30 Uhr: Eigenständige Anreise ins Hotel
18:00 Uhr: Gemeinsames Abendessen
19:30 Uhr: Einführung in das Thema der Exkursion und Ausblick auf das Programm
2. Juni 2026 – Nürnberg: Schauplatz der Geschichte
8:00 Uhr: Abfahrt mit dem Reisebus nach Nürnberg
10:00 Uhr: Führung durch den Schwurgerichtssaal 600 im Nürnberger Justizpalast – Ort der Nürnberger Prozesse
12:00 Uhr: Fahrt in die Innenstadt und Zeit für eine selbstständige Mittagspause
13:30 Uhr: Weiterfahrt zum Memorium Nürnberger Prozesse / Lernort Reichsparteitagsgelände
14:00 Uhr: Thematische Führung: NS-Ideologie, Reichsparteitage und Extremismus heute (NSU-Morde)
17:30 Uhr: Gemeinsamer Spaziergang zur Gaststätte „Gutmann am Dutzendteich“
18:00 Uhr: Gemeinsames Abendessen
19:30 Uhr: Rückfahrt zum Hotel
3. Juni 2026 – Bayreuth & Abschluss der Reise
8:30 Uhr: Abfahrt mit dem Reisebus nach Bayreuth
10:00 Uhr: Stadtführung zu zentralen Orten der NS-Geschichte Bayreuths – im Spannungsfeld zwischen Richard Wagner, Hitler, Kultur und Ideologie.
12:00–13:00 Uhr: Eigenständige Mittagspause in Bayreuth
13:15 Uhr: Abfahrt mit dem Bus nach Plauen, dort endet die gemeinsame Fahrt
zeitliche Änderungen vorbehalten
Informationen zur Reise
Kosten
Teilnahmegebühr pro Person: 150 Euro
Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.
Die verbindlichen Teilnahmezusagen werden am 11. Mai zusammen mit der Bankverbindung versendet.
Organisatorischer Ansprechpartner
Larissa Baidinger, SLpB
Tel.: 0351 853 18 52
Anmeldung: Richten Sie bitte Ihre Anmeldung inkl. Angaben zu Ihrer Person (Name, Vorname, Adresse, E-Mail) bis zum 1. Mai 2026 an folgende Adresse:
E-Mail: larissa.baidinger(at)slpb.sachsen(dot)de
Inhaltlicher Ansprechpartner
Dr. Eva-Maria Zehrer, SLpB
Tel.: 0351 853 18 32
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