Ende 2014 lebten nach Zahlen des Ausländerzentralregisters 123.648 Ausländer im Freistaat Sachsen. Dies entspricht 3,1 Prozent der Gesamtbevölkerung von 4.045.543. Damit ist der Anteil ausländischer Mitbürger geringfügig höher als in den übrigen Neuen Ländern. In den Alten Ländern variiert der Anteil von 5,9 Prozent in Schleswig-Holstein bis 14,2 Prozent in Hessen. Für die Bundesrepublik beträgt die Quote 10,1 Prozent. Die größte Gruppe der Ausländer im Freistaat Sachsen bilden die Polen mit 10.134 Menschen, gefolgt von Personen aus der Russischen Föderation mit 9.326 sowie der aus Vietnam stammenden Bürger mit 7.687.

5,9 Prozent der Einwohner Leipzigs sind Ausländer. In keiner anderen kreisfreien Stadt oder Landkreis Sachsens leben mehr Ausländer. In Chemnitz und Dresden stammen 4,5 Prozent der Bevölkerung aus anderen Ländern. Zum Stichtag 31.12.2014 waren im Landkreis Bautzen 1,2 Prozent der Bevölkerung Ausländer. Dies ist der geringste Wert im Freistaat. Im Erzgebirgskreis und Landkreis Leipzig waren es mit 1,3 Prozent nur wenige mehr. Der Landkreis Görlitz weist mit 2,3 Prozent Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung den höchsten Wert aller Landkreise auf.

Leipzig, Stadt 5,9%
Dresden, Stadt  4,5%
Chemnitz, Stadt 4,5%
Landkreis Görlitz 2,3%
Nordsachsen 1,9%
Landkreis Zwickau 1,7%
Landkreis Mittelsachsen 1,7%
Sächsische Schweiz / Osterzgebirge 1,7%
Landkreis Meißen 1,6%
Vogtlandkreis 1,6%
Leipzig, Land 1,3%
Erzgebirgskreis 1,3%
Landkreis Bautzen 1,2%
   

Unter den Studierenden betrug die Ausländerquote zu Beginn des Wintersemesters 2014/15 13,7 Prozent (gesamt: 112.574). Seit 1993 wurde der Wissenschafts- und Bildungsstandort Sachsen für ausländische Studierende immer attraktiver. Die Quote stieg von vormals fünf Prozent im Jahr 1993 kontinuierlich an.

Die Arbeitslosenquote der in Sachsen lebenden Ausländer ist seit jeher höher als jene der deutschen Bevölkerungsgruppe. Bei einer Gesamtarbeitslosenquote von 9,9 Prozent 2014 betrug die Arbeitslosenquote unter den ausländischen Mitbürgern 27,2 Prozent. Mit einem Anteil von knapp 13 Prozent aller in Sachsen aktiven Ärzte ist die Quote der Ausländer in dieser Branche besonders hoch. Ende 2014 arbeiteten 2.167 ausländische Ärzte in Sachsen.

Weiteres zum Einwanderungsland Deutschland finden Sie hier.

Quellen: Statistisches Bundesamt, Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Ausländerzentralregister, Landesärztekammer Sachsen

Neue und andauernde Krisen und Konflikte lassen die Geflüchtetenzahlen weltweit dramatisch ansteigen. 2014 waren laut UNHCR 59,5 Mio. Menschen auf der Flucht. Das sind 14 Mio. mehr als 2012 und 8 Mio. mehr als 2013. 51 Prozent der Geflüchteten waren 2014 Kinder. Knapp Zweidrittel der Menschen befanden sich innerhalb ihres Heimatlandes auf der Flucht (38,2 Mio.).

Die meisten Geflüchteten stammen aus Syrien (3,88 Mio.), Afghanistan (2,59 Mio.) und Somalia (1,11 Mio.). Hauptaufnahmeländer sind die Türkei (1,59 Mio.), Pakistan (1,51 Mio.) sowie der Libanon (1,15 Mio.).

Lediglich 126.800 Geflüchtete konnten 2014 in ihre Heimat zurückkehren. Dies ist der niedrigste Wert seit 1983.

Flüchtlingsbericht 2014 (in englischer Sprache)

Im Jahr 2015 werden bis zu 800.000 Geflüchtete in Deutschland erwartet. In den Sommermonaten hatte sich die Zahl der Schutzsuchenden sprunghaft erhöht. Mittlerweile rechnen Beobachter damit, dass auch diese Prognose korrigiert werden muss. 

Nach der Registrierung der ankommenden Menschen durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, BAMF, das für die Asylprüfung verantwortlich ist, werden die Menschen nach dem Königsteiner Schlüssel den einzelnen Bundesländern zugewiesen.

Bis Ende September hat das BAMF 2015 bundesweit 303.443 Asylanträge erfasst. Im gesamten Vorjahr waren es noch 202.834. Die Gesamtzahl der in den ersten neun Monaten des Jahres 2015 registrierten Geflüchteten betrug knapp 577.000 Personen.

Zum Stichtag 30. September waren überdies 300.531 Asylverfahren anhängig, noch in der Bearbeitung. Die Gesamtschutzquote der im Jahr 2015 abgeschlossenen Asylverfahren beträgt 39,1 Prozent.

Hier erfahren Sie mehr über den Ablauf des Asylverfahrens sowie die möglichen Schutzarten.  

Die Unterbringung der Geflüchteten innerhalb Deutschlands ist formal geregelt. Der Freistaat Sachsen ist nach dem Königsteiner Schlüssel verpflichtet, rund 5,1 Prozent der nach Deutschland kommenden Menschen aufzunehmen.

Für 2015 rechnet man aktuell mit 40.000 Geflüchteten, die mindestens für die Dauer des Asylverfahrens in Sachsen leben werden.

Innerhalb Sachsens werden die Schutz- und Asylsuchenden auf Grundlage der Bevölkerungszahl in den Landkreisen und kreisfreien Städten untergebracht.

Folgende Verteilungsquoten ergeben sich:

Chemnitz, Stadt  6,00 %
Mittelsachsen 7,75 %
Zwickau 8,06 %
Bautzen 7,60 %
Meißen 6,02 %
Leipzig, Stadt 13,24 %
Nordsachsen 4,87 %
Erzgebirgskreis 8,66 %
Vogtlandkreis 5,76 %
Görlitz 6,46 %
Dresden, Stadt 13,15 %
Sächsische Schweiz
/ Osterzgebirge
 6,08 %
Leipzig 6,36 %
   

In den ersten neun Monaten des Jahres 2015 wurden im Freistaat Sachsen mehr als 27.500 Personen (Vorjahr 6.000) aufgenommen. Hiervon haben bis Ende September 18.609 Personen einen Asylantrag gestellt. 

Die zehn Hauptherkunftsländer waren (einschließlich August 2015):

1. Syrien  5.300
2. Albanien 2.113
3. Kosovo 1.718
4. Afghanistan 1.651
5. Irak 1.173
6. Pakistan 915
7. Libyen 652
8. Serbien 550
9. Eritrea 469
10. Russische Föderation 459

 

Quellen: Asylgeschäftsstatistik BAMFSächsische StaatskanzleiLandesdirektion Sachsen, Zentrale Ausländerbehörde Sachsen

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