15,9 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund machen 2013 gut ein Fünftel der Bevölkerung der Bundesrepublik Deustchland aus. 43 Prozent hiervon sind ausländische Staatsbürger. Jedes dritte Kind unter zehn Jahren hat einen Migrationshintergrund. Zwei Drittel der knapp 20 Prozent mit Migrationshintergrund sind selbst zugewandert, ein Drittel lebt in zweiter bzw. dritter Generation in der Bundesrepublik.

Für das Jahr 2013 ergibt sich ein positiver Wanderungssaldo von 429.000 Menschen. 798.000 Fortzügen standen 1.226.000 Zuzügen gegenüber. Seit 1996 ist Polen das Hauptherkunftsland für Zuzüge (197.009 Zuzüge im Jahr 2013). Rumänien, Italien und Bulgarien folgen. Mit 26.390 Zuzügen belegt die Türkei Rang 11. Interessant hierbei: Seit 2006 weist die Statistik mehr Fortzüge als Zuzüge für türkische Staatsangehörige aus. Im Jahr 2013 betrug der „Wanderungsverlust“ 7.300 Personen.

Bis 2013 haben sich vor allem die Zuzüge aus Südeuropa gesteigert, im Besonderen aus Spanien, Italien und Kroatien.  

15 Prozent der von außerhalb der EU kommenden Menschen reisten 2013 aus familiären Gründen nach Deutschland. Ausbildungszwecke, zum Beispiel das Studium, waren für 9 Prozent der ausschlaggebende Punkt, um in die Bundesrepublik überzusiedeln. Knapp 23 Prozent kamen aus humanitären Gründen und wegen eines Asylbegehrens nach Deutschland. Dieser Anteil hat sich 2014 und 2015 weiter erhöht.

Bis zum Jahr 2013 dominierte die Zuwanderung aus der Europäischen Union. 58 Prozent der Zuzügler (708.000) waren Unionsbürger. Der Wanderungssaldo betrug 286.000 (bei 422.000 Fortzügen). Seit 2008 ist damit eine kontinuierliche Steigerung zu beobachten.

Seit 2009 kommen immer mehr Fachkräfte nach Deutschland, um vor Ort einen Aufenthaltstitel für eine Beschäftigung zu erhalten. Waren es 2009 noch knapp 16.000 Fachleute, kamen 2012 bereits gut 27.000 Personen in die Bundesrepublik. Im Jahr 2013 wurden knapp 24.000 Fachkräfte bzw. Hochqualifizierte registriert. Der Rückgang zu 2012 ergibt sich aus dem kroatisches Beitritt zur EU am 1. Juli 2013. Unionsbürger benötigen keinen derartigen Aufenthaltstitel und können somit nicht mithilfe dieser Statistik erfasst werden.

Auch das Studium in Deutschland wird immer beliebter. 86.000 Studienanfänger kamen 2013 aus dem Ausland. Im Jahr 2000 waren es noch 45.000. Die größte Gruppe bildeten, so wie in den letzten Jahren, die chinesischen Studierenden. Auf Platz 2 Frankreich, gefolgt von jungen Menschen aus Spanien, den USA und Indien.

Im Jahr 2013 war Deutschland das beliebteste Zuwanderungsland in Europa. Einen ähnlich hohen Zuwachs konnte lediglich das Vereinigte Königreich verzeichnen. Prozentual betrachtet wiesen 2012 Luxemburg, Zypern und die Schweiz hohe Zuwanderungsraten pro 1.000 Einwohner auf.