Sachsen 2030 - Quo vadis?

Die Zukunft ist unbestimmt. Sie hängt von Ereignissen ab, die wir Menschen weder vorhersagen noch beeinflussen können. Dennoch ist sie nicht zufällig. Wir können sie antizipieren. Unser Hoffen und Tun verändert die Entwicklung - ebenso wie unser Fürchten und Lassen. 

Einwanderung als Ausweg aus der demografischen Falle

Die erste Zukunftsdiskussion wählte am 25. Januar 2013 in Hellerau noch ein fragendes Motto: "Sachsen 2030 - Quo vadis? Wir machen uns Sorgen." Zehn Monate später enthält der Titel der Fortsetzungstagung im Hygienemuseum schon eine provokant-ironische Feststellung: "Schneller, Höher, Älter." Tagungsbericht von Michael Bartsch    

Video: Schneller. Höher. Älter. Sachsen 2030

Ohne ein letztes Wort

Zur Begrüßung entschuldigte sich Frank Richter als Direktor der Landeszentrale für politische Bildung beinahe dafür, dass jemand ja ein erstes Wort haben müsse. Ein letztes aber solle es an diesem Freitag auf keinen Fall geben ... Tagungsbericht

Wenn wir attraktiv sind, kommt die Welt zu uns

Wir leben in einer Welt voller Probleme. Die Weltbevölkerung wächst. Wir verbrauchen zuviel, wir fördern die Wirtschaft durch Konsum. Was müssen wir tun? Prof. Kai Simons über Sachsens Zukunft als Forschungsstandort

Die eigentliche Krise haben wir noch vor uns

Ostdeutschland, das Land der weiten Äcker. Großkonzerne profitieren von LPG-Strukturen, monopolisieren die Landwirtschaft und Bauern finden keine Äcker. Bleites nennt das „Bodensperre“.

Wir haben gelernt, dass man Geld und Aktien nicht essen kann. Wir haben gelernt, dass uns eine zentrale Versorgung mit Energie und Nahrung verwundbar macht... Michael Beleites über Globalisierung und Agrar-Industrie. (mehr) 

So geht es nicht weiter

"Wir müssen jetzt handeln. Eine klare finanzielle Perspektive haben wir nur bis 2019." Prof. Dr. Isabelle Jänchen (Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung Meißen) über Sachsens schwierige ökonomische Perspektive. (mehr)

Ohne Engagement kein Zukunftsgewinn

Jung und alt zur Zukunft Sachsens. Im Gespräch mit dem ältesten und jüngsten Teilnehmer der Tagung: Dr. Bernhard Freiherr von Loeffelholz (79 Jahre) und Konrad Degen (19 Jahre).

Sebastian Vogel: Perspektive Integration

"2030 möchte ich kein Vorsitzender des Ausländerrates Dresden mehr sein. Ich wünsche mir, dass sich der satzungsmäßige Zwecke meines Vereins, nämlich die Wahrnehmung, Unterstützung und Veröffentlichung der Interessen von in Sachsen bzw. in Dresden lebenden Migrantinnen und Migranten erledigt hat." (mehr)

Nachrichten aus der Zukunft

"Nördlich der Anschlussstelle Rochlitz war am frühen Morgen ein Wolf überfahren worden." Torsten Kleditzsch (Chefredakteur der Freien Presse) hat sich überlegt, welche Nachrichten im Jahr 2030 aus Sachsen kommen. (mehr)

Kommentare

Sebastian Vogel, Vorsitzender des Ausländerrates Dresden, wünscht sich ein aufgeklärtes Sachsen 2030: diskursfreudig, lebendig, weltoffen. Seine

"größte Sorge: es bewegt sich gerade wenig. Ich spüre Stillstand."

 

Konrad Degen, Vorsitzender des Landesschülerrates Sachsen:

"Für Sachsen 2030 müssen wir freier und offener denken. Es macht nur wenig Sinn, wenn die Älteren die Köpfe zusammenstecken. Jugendliche müssen beteiligt werden."

 

Generalmajor Jürgen Weigt, Kommandeur der Heeresschule Dresden:

"Wir sprechen viel über die Zukunft. Aber zu selten spricht die Zukunft. Die meisten Redner sind altersblond und sprechen über ihre Ängste."

 

Julian Butzmann, Landesschülerrat Sachsen:

"Es wird keine leichte Zukunft für uns. Wir werden viele Alte versorgen und die Alten bestimmen die Politik. Eine gemeinsame Zukunft verlangt ein verantwortungsbewusstes Miteinander."

 

Christian Avenarius, Oberstaatsanwalt:

"Ich wünsche mir bis 2030 nicht nur einen, sondern mehrere Regierungswechsel. Das vermeidet Verkrustungen. Die kreativen Köpfe aus der Opposition dürfen nicht versauern."