Der Wechsel im Weißen Haus von Donald Trump zu Joe Biden öffnet vielfältige Chancen zur Verbesserung im Verhältnis der USA mit Deutschland und Europa. Er bedeutet aber keine Rückkehr zu einer guten alten Zeit. Erstens gab es auch vor Trump keine Harmonie. Zweitens müssen die Beziehungen grundsätzlich neu ausgehandelt werden, von Klima-, Energie- und Handelsfragen über die Sicherheitspolitik bis zum Umgang mit China und Russland. Auch die Demokraten wollen US-Arbeiter und ihre Produkte schützen. Auch sie erwarten, dass Deutschland mehr Geld für die Verteidigung ausgibt, Europa mehr Verantwortung für seine Sicherheit übernimmt und beide eine härtere Haltung gegenüber Peking und Moskau einnehmen. 

Von der Unruhe, der Eskalation in Streitfragen und der Unberechenbarkeit der Trump-Jahre sind Deutschland und Europa befreit. Doch die internationalen Beziehungen bleiben konfliktreich. Finden Europa und Amerika Ansätze für gemeinsame Strategie im Kampf gegen Corona, in der Klimapolitik und der atomaren Abrüstung? Was ändert sich und was nicht gegenüber der Trump-Präsidentschaft?

Die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung und die sächsischen Volkshochschulen laden alle interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, gemeinsam mit unseren Experten

  • Dr. Christoph von Marschall, Historiker, Autor („Barack Obama. Der schwarze Kennedy.“) und Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion, Der Tagesspiegel, Berlin
  • Alexander Thamm, Politikwissenschaftler, Moderator und ehemaliger Program Associate des German Marshall Fund of the United States (GMF)

über diese und weitere Fragen rund um die transatlantischen Beziehungen zu diskutieren. Wir wollen gemeinsam aber auch einen Blick auf die amerikanische Gesellschaft und ihre Verfasstheit werfen.