Ist das Bildungssystem in Deutschland gerecht und zukunftsorientiert? Wird ein Umfeld geschaffen, in dem sich Kinder und Jugendliche nicht nur aus Pflicht, sondern auch aus freien Stücken gerne aufhalten? Viele Schüler und Schülerinnen, Eltern und Lehrkräfte, aber auch außerschulische Akteure, sehen viel Entwicklungspotenzial für die schulische Bildung.

Margret Rasfeld gründete im August 2012 die Initiative Schule im Aufbruch (SIA) – gemeinsam mit dem Hirnforscher Gerald Hüther und anderen. Ziel war, ein ganz neues Verständnis von Schulunterricht zu entwickeln. „Wie groß die Sehnsucht nach einer neuen Lernkultur ist, erfuhr ich täglich“, so Rasfeld, die selbst 20 Jahre Schulleiterin war.

Die Kinder von heute sind die Gestalter*innen von morgen. Damit sie den Herausforderungen der globalisierten Welt sowie dem Klimawandel und dadurch bedingten Naturkatastrophen gewachsen sind, müsse Schule die Entfaltung der Potenziale von Kinder und Jugendlichen als Kernaufgabe begreifen. Das ist die von Rasfeld und ihren Mitstreiter*innen geprägte Vision. Das Lernen solle von Selbstbestimmung, Handlungsorientierung und Realitätsgebundenheit bestimmt sein. Und in der künftigen Lerngemeinschaft sind Vielfalt und Teilhabe selbstverständlich – das bedeutet, dass weder die soziale Herkunft noch die Muttersprache der Chancengleichheit der Kinder im Wege stehen.

Mit der Diskussion nach dem Vortrag möchten wir einen Erfahrungsaustausch ermöglichen sowie die Lust zum Experimentieren und die Offenheit für neue Wege und Initiativen in den Schulen wecken.