Die Echo-Preisverleihung 2018 an die beiden Rapper „Farid Bang“ und „Kollegah“ löste eine öffentliche Debatte über Antisemitismus im deutschsprachigen Rap aus. Neurechte Gruppierungen setzen inzwischen auch auf den ursprünglich aus einer afroamerikanischen Tradition stammenden Rap, um ihre Botschaften an ein junges Publikum zu bringen. Im Rahmen des von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und den sächsischen Volkshochschulen veranstalteten interaktiven Vortrags mit anschließender Diskussion analysiert Referent Timo Büchner Liedtexte neurechter und neonazistischer Rapper. Anhand der Beispiele erklärt Büchner antisemitische Bilder und Stereotype und zeigt auf, dass Antisemitismus keineswegs nur auf die Neue und extreme Rechte beschränkt ist.

Timo Büchner studierte Politische Wissenschaften, Soziologie und European Studies an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und Hong Kong Baptist University sowie Jüdische Studien an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg. In der Initiative „Mergentheim Gegen Rechts“ engagiert er sich seit 2014 gegen die extreme Rechte.