Der Wolf ist wieder da. Seit 2000 wächst seine Population in Sachsen kontinuierlich. Die Ökologen feiern es als einen der größten Umweltschutzerfolge. Die Menschen vor Ort sehen sich gefährdet und von der Politik allein gelassen. Wir laden Sie ein zu einer Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern der Naturschutzverbänden, betroffener Bürger und des Freistaates Sachsen.

Der Wolf steht in Europa unter strengem Schutz. Der Freistaat Sachsen balanciert zwischen diesem Anspruch und dem Schutz der Nutztiere. Er spricht Empfehlungen für Schutzmaßnahmen aus und gewährt die Übernahme der kompletten Kosten dafür. Auch nach Wolfsrissen bekommen Weidentierhalter Entschädigungen. Die vorgeschriebenen Maßnahmen bieten allerdings keinen 100-prozentigen Schutz. Die Bauernverbände sehen die Entwicklung des sächsischen Wolfsbestandes unter anderem als eine Bedrohung für die Schäferberufe, die Existenz von Familien und Betrieben und damit auch die Versorgung und die Landschatzpflege. Deren Forderung nach Kontrolle des Bestandes teilt auch ein Teil der Bevölkerung im ländlichen Raum. In Europa gibt es bereits Länder, in denen die Jagd auf den Wolf ab einer bestimmten Population zugelassen ist. Natur- und Tierschutzorganisationen lehnen das ab. Sie empfehlen, dass der Abschuss nur in Ausnahmefällen genehmigt wird.

Diskutieren Sie mit und suchen Sie gemeinsam mit den Fachleuten nach möglichen Kompromissen für Mensch und Wolf.