Alles bleibt anders. Zu diesem Schluss könnten Leserinnen und Leser kommen, wenn sie Pollmer und Rietschel lesen und hernach die Welt durch deren Brille betrachten. Auf Fontanes Spuren wanderte der Dresdner Journalist und Autor Cornelius Pollmer durch Brandenburg und fand sich in manch „komischem Tag“. Der Schriftsteller und Journalist Lukas Rietzschel erinnert sich an seine Jugend im ostsächsischen Räckelwitz der Nachwendezeit und findet dafür den treffenden Titel “Mit der Faust in die Welt schlagen”. Beide beschreiben Menschen in Ihrem Alltag: Einheimische und Zugereiste, Zupackende oder Abwartende, Verführer und Verführte. Beide zeichnen so durchaus liebevoll ein lebendiges Bild vom Leben in der ostdeutschen Provinz. Manchmal ist es aufregend, manchmal trist. Aber es ist Heimat.

Beide Bücher haben Beachtung gefunden auch außerhalb des Literaturbetriebes. Für die uns setzen sich die Autoren nun auf die Bühne, lesen sich gegenseitig und dem Publikum aus ihren Büchern vor und diskutieren miteinander und mit den Anwesenden über ostdeutsche und sächsische Verhältnisse, wie sie sich tatsächlich darstellen oder möglicherweise nur wahrgenommen werden.