Mehrere Wochen reiste die Journalistin Ulrike Keding durch den Iran. Ihr aus diesen Besuchen entstandenes Buch „Die heimliche Freiheit: Eine Reise zu Irans starken Frauen“ ist ein Plädoyer für die Fremdenfreundlichkeit. Ulrike Keding wird daraus vortragen, Bilder zeigen und berichten. In der von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und den sächsischen Volkshochschulen veranstalteten Lesung erinnert sich Keding an ihre Begegnung mit der selten gezeigten Seite des Iran.

Mit großer Offenheit wurde die Autorin bei ihrer Reise von Iranerinnen und deren Familien willkommen geheißen. Sie wohnte bei erfolgreichen Großstädterinnen, bei Kurdinnen, Nomadinnen und bei einem Wüstenclan. Die Autorin machte sich auf die Suche nach einem Iran abseits der männlich geprägten Staatsdoktrin. Sie räumt auf mit dem gängigen Klischee der Muslima mit Kopftuch am Kochtopf. Im Gegenteil: Die Frauen, die Ulrike Keding in ihr Vertrauen ziehen, sind selbstbewusst, modern und westlich orientiert. Sie sind die Rebellinnen im islamischen Staat. Der faszinierte und faszinierende Blick der Autorin in eine den meisten Menschen verborgene Welt macht deutlich, dass der Westen den Iran und seine Menschen nicht aufgeben darf. 

Ulrike Keding, geb. 1963, ist ausgebildete Rundfunk- und Fernsehredakteurin des Auslandssenders Deutsche Welle. Sie war Reporterin bei Deutsche Welle TV, RBB, WDR und ZDF. Sie arbeitet als freie Journalistin in den Printmedien. Für ihre Reportagen hat sie häufiger den Iran bereist.