Zu Neutralität verpflichtet!?

Der Beutelsbacher Konsens in der Bildung für nachhaltige Entwicklung

Datum: 11.09.2020, 09:30–16:30 Uhr

Ort: Dresden, Haus der Kirche – Dreikönigskirche, Festsaal: Dresden, Deutschland

Nicht erst im Zuge der „Black Lives Matter“-Diskussionen begegnen uns marginalisierte Perspektiven, die sich aufgrund tragischer Ereignisse Gehör verschaffen. Immer wieder stellen sich politische Bildner*innen die Frage, wie und zu welcher überparteilichen Haltung Multiplikator*innen verpflichtet sind, wann es aber in stark polarisierten Kontexten gegebenenfalls auch eines klaren Standpunktes bedarf.
Akteure der Bildungsarbeit suchen in diesem Zusammenhang nach Orientierung, Sicherheit und Austausch. Es stellen sich diverse Fragen, die der Fachtag mit Hinblick auf den Beutelsbacher Konsens aufgreifen will:
Wie kontrovers ist kontrovers genug? Ist es überhaupt möglich, neutral über bestimmte Parteien zu sprechen? Muss ich der Vollständigkeit halber auch immer die Gegenposition darstellen?
Welche Handlungsoptionen darf ich wie benennen?


Der Beutelsbacher Konsens zeigt drei zentrale Leitgedanken auf, an denen sich Bildungsakteure orientieren. Unterschiedliche Ansichten existieren dennoch darüber, wie genau sich Überwältigungsverbot, Kontroversitätsgebot und Teilnehmenden-Orientierung in der BNE und im Globalen Lernen ausgestalten lassen. Ausbaufähig sind beispielsweise die Methoden, marginalisierte Perspektiven – wie die von Menschen aus dem Globalen Süden – angemessen darzustellen und dabei zugleich die eigene Haltung zu reflektieren. Ebenfalls umstritten ist immer wieder, wie deutlich und in welcher Form auch die persönliche Meinung der Lehrenden, unter anderem zu Themen glokaler Gerechtigkeit, Friedenserziehung oder Menschenrechten, durchklingen darf.
Eine nicht zu unterschätzende Frage, insbesondere im Kontext des politischen und gesellschaftlichen Geschehens in Sachsen.

Ablauf

9:00 Check-In

09:30 Begrüssung und Keynote

10:00 5 Expert*innen - 5 Perspektiven - 5 Thesen

  • Gotthard Dorzok, LaSuB Dresden
  • Heidi Bischoff, NDK Wurzen e.V.
  • Dr. Meltem Kulaçatan, Goethe-Universität Frankfurt
  • Anita Reddy, Engagement Global gGmbH
  • Gerardo Palacios Borjas, STUBE/ÖIZ e.V.

11:00 Dialog-Cafés mit den Expert*innen

12:00 Mittagspause

13:00 Workshops

  • Weltanschauungen im Spannungsfeld „marginalisierter" Perspektiven (Dr. Meltem Kulaçatan, Goethe-Universität Frankfurt)
  • Nicht neutral. Bildungsarbeit als politische Intervention (Romy Nowak und Pauline Matzke, AGJF Sachsen e.V.)
  • Beutelsbacher Konsens, Meinungsfreiheit und die FDGO (Friedemann Brause, SLpB)
  • Beutelsbacher Konsens im Schulalltag – Situationen erkennen, eigene Positionen reflektieren und Hilfestellungen erarbeiten (Janine Velske, Referentin für Politische Bildung)

14:30 Kaffeepause

15:00 Fishbowl: Gratwanderungen und Grenzziehungen. Chancen, Risiken und Fallstricke beim Beutelsbacher Konsens

16:00 Ausblick und Ausklang

16:30 Ende

Moderation: Prof. Dr. Markus Tiedemann

 

Weitere Informationen zum Ablauf sowie zur Anmeldung entnehmen Sie bitte dem anliegenden Flyer im Download nebenan.

Anmeldung

Teilnahmegebühr

keine

Anmeldung

Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nur erforderlich, falls im Veranstaltungstext ausdrücklich dazu aufgefordert wird.

Informationen

Veranstaltungsart

Tagung / Symposium

Themengebiet
  • Politische Bildung
  • Schule und Bildung
Zielgruppe
  • Fachpublikum
  • freie Träger der Erwachsenenbildung / Sozialarbeit
  • Interessierte
  • Lehrer / Pädagogen
  • Mittler politischer Bildung
  • Vom SMK für Lehrer besonders empfohlen
  • Studenten
  • Schüler
  • Jugendarbeit
  • Hochschule
Veranstalter
SLpB - Sächsische Landeszentrale für politische Bildung
Kooperationspartner

Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen e.V.

inhaltl. Ansprechpartnerin
Katrin Fischer, SLpB
Veranstaltungsnummer

22 06

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