„Mod Helmy“ Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete

Lesung und Gespräch mit dem Autor Igal Avidan

Datum

15.11.2018 19:00–21:00 Uhr

Ort
Görlitz, Restaurant "Jakobs Söhne"
Jakobstraße 5a, 02826 Görlitz, Deutschland

Die meisten Menschen in Nazi-Deutschland unternahmen nichts gegen die Judenverfolgung. Nur 600 wurden von Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt, weil sie Juden gerettet hatten. Einer davon war ein Araber, der aus Ägypten stammte.

1922 kam Mod Helmy aus Kairo nach Berlin, um hier zu studieren. Arabische Studenten waren damals sehr willkommen. Er schloss sein Medizinstudium erfolgreich ab und lernte eine junge Deutsche kennen, die die Frau seines Lebens werden sollte. Doch nach der „Machtergreifung“ 1933 änderte sich alles. Helmy verlor schließlich sogar seine Zulassung und wurde inhaftiert. Erst ab 1942 konnte er wegen des  Ärztemangels wieder offiziell arbeiten. Und er wurde zum Judenretter. Jahrelang half er einer jüdischen Familie, sich vor der Gestapo zu verstecken. Igal Avidan spürt dieser einzigartigen Geschichte nach.

Igal Avidan, 1962 in Tel Aviv geboren, hat in Israel Englische Literatur und Informatik und dann in Berlin Politikwissenschaft studiert. Seit 1990 arbeitet der Nahostexperte als freier Berichterstatter aus Berlin für israelische und deutsche Zeitungen und Hörfunksender. 


Veranstaltungsart

Lesung mit Diskussion

Themengebiet
  • Diktatur - Aufarbeitung und Systemvergleich
Veranstalter
SLpB, Direktion
Informationen
Lutz Tittmann, SLpB

0351 85318-73, lutz.tittmann@remove-this.slpb.smk.sachsen.de

Kooperationspartner

Volkshochschule Görlitz e.V.

Teilnahmegebühr

keine

Anmeldung

Für diese Veranstaltung ist keine Online-Anmeldung möglich. Soweit erforderlich finden Sie alternative Anmeldemöglichkeiten im Abschnitt „Informationen“.

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