Versöhnung durch Aufarbeitung?

Der Umgang mit geheimpolizeilichen Akten im internationalen Vergleich

Datum

20.09.2018 10:00–16:00 Uhr

Ort
Dresden, Frauenkirche, Unterkirche
Dresden, Deutschland

Nach dem politischen Umbrüchen in Osteuropa, Lateinamerika und Südafrika bewegte die Aufarbeitung der diktatorischen Unterdrückungsmaßnahmen viele Gesellschaften. Ein besonderer Blick fällt dabei auf die Rolle der Sicherheitsdienste und der von ihnen hinterlassenen Dokumente. Wie radikal aufgeklärt, die Akten geöffnet, Verbrechen und Fehlverhalten geahndet wurden, hängt von gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ab. Nach mehr als 20 Jahren Aufarbeitung stellt sich in vielen Ländern die Frage, ob es irgendwann auch zu einer Annäherung oder gar zu einer Versöhnung von Opfern und Tätern kommen kann.

Die Dresdner Tagung der sächsischen Außenstellen des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, der Wilhelm-Külz-Stiftung, der Friedrich-Naumann-Stiftung und der Stiftung Frauenkirche Dresden wagt sich an dieses heikle Thema heran und versucht einen internationalen Vergleich.

Unterschiedlicher Modelle von Aufarbeitung stellen Referenten aus der Ukraine, Chile und Südafrika dar. Eine szenische Lesung des Autors Utz Rachowski, anschließend befragt durch Dr. Maria Fiebrandt (BStU-Außenstelle Dresden) beleuchtet das Thema künstlerisch. Die Frage: „DDR – Diktaturgesellschaft: Ist Versöhnung möglich?“ wird zum Schluss diskutiert von BStU-Chef Roland Jahn mit dem Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Lutz Rathenow, dem Bürgerrechtler Rolf-Michael Turek und der Liedermacherin Bettina Wegner, die mit dem sie bespitzelnden Stasi-Offizier nach der Wende Frieden schloss.


Veranstaltungsart

Tagung / Symposium

Themengebiet
  • Diktatur - Aufarbeitung und Systemvergleich
  • Vom SMK für Lehrer besonders empfohlen
Zielgruppe
  • Schüler
  • Lehrer / Pädagogen
  • Mittler politischer Bildung
  • ehemals politisch Verfolgte
  • Fachpublikum
  • Interessenverbände / Mitwirkungsgremien
  • Politiker / Abgeordnete
  • Interessierte
Veranstalter
SLpB - Sächsische Landeszentrale für politische Bildung
Informationen
Claudia Anke, SLpB

0351 85318-13, claudia.anke@remove-this.slpb.smk.sachsen.de

Teilnahme nur mit Anmeldung an:

BStU-Außenstelle Dresden, Geschäftszimmer der Leitung, Frau Anja Hofmann (per E-Mail: astdresden@remove-this.bstu.bund.de oder per Tel. 0351/2508-3411 oder postalisch: PF 10 01 65, 01071 Dresden).

TN-Gebühren werden keine erhoben.

Einlass ab 9:30 Uhr.

Mittagessen = Selbstversorger. Für Kaltgetränke/Kaffee in den Pausen ist gesorgt.

Reisekosten werden von der SLpB nicht erstattet.

Die Ausstellung einer Teilnahmebescheinigung durch die SLpB ist möglich (bitte bei Anmeldung angeben).

Für Lehrerinnen und Lehrer:

Eine Fortbildungsreise-/Dienstreiseantrag müssen Sie ggf. bei der Schulleitung stellen. Die BStU reserviert Ihnen dann den Teilnahmeplatz, bitte geben Sie später an die BStU Bescheid, falls Sie die Genehmigung der Schulleitung nicht erhalten und absagen müssen.

Die VA wurde vom SMK als „als Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte empfohlen“.

Kooperationspartner

BStU-Außenstelle Chemnitz, BStU-Außenstelle Leipzig, BStU-Außenstelle Dresden, Stiftung Frauenkirche Dresden, Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Wilhelm-Külz-Stiftung

Veranstaltungsnummer

D1-28

Teilnahmegebühr

keine

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Anmeldung

Für diese Veranstaltung ist keine Online-Anmeldung möglich. Soweit erforderlich finden Sie alternative Anmeldemöglichkeiten im Abschnitt „Informationen“.

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