Politische Bildung findet auf unterschiedlichen Wegen und mit verschiedenen Zielstellungen statt. Grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen institutionell organisierter politischer Bildung und offenen Formen der politischen Information und Bildung.

Diese offene Form der politischen Bildung erfolgt durch die Rezeption des politischen Informationsangebotes von Presse, Rundfunk und Fernsehen und wird häufig in ihrer Wirkung unterschätzt. Tageszeitungen, Wochenzeitungen und ­-magazine, Nachrichten- und Hintergrundsendungen werden von der Bevölkerung auch zur autodidaktischen politischen Bildung genutzt. Diese Form findet fast ausschließlich ohne innere Struktur statt, denn sie ist angelehnt an das jeweilige Tagesgeschehen oder spezielle persönliche Interessenlagen des Nutzers. In Verwandtschaft dazu und zumeist auf der Grundlage der Medieninformation steht der politische Meinungsaustausch in Familie, Freundeskreis und Berufsleben, der Elemente politischer Bildung enthält.

Davon zu unterscheiden ist die institutionalisierte politische Bildung. In Sachsen wird sie von einem komplexen und vielfältigen Geflecht aus Institutionen, Organisationen und Trägern sowohl aus dem staatlichen und kommunalen wie aus dem nichtstaatlichen Bereich getragen. Man kann die institutionalisierte politische Bildung grob untergliedern in folgende Bereiche: Die schulische politische Bildung, also alles was mit „Politik“ im Unterricht zu tun hat und die außerschulische politische Bildung, die sich in Form von Weiterbildungsangeboten an Jugendliche und Erwachsene richtet und auf das Ziel des lebenslangen Lernens ausgerichtet ist.