Im Jahr 1925 kam Justin Sonder in Chemnitz als Kind einer normalen deutschen Familie zur Welt. Sein Vater kämpfte im Ersten Weltkrieg für Deutschland und wurde mit dem Eisernen Kreuz dekoriert. Das verlor mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten an Wert.

Sonder erlebte schon als Kind Antisemitismus in der Schule, ab 1938 muss er den Zusatznamen Israel tragen. Es folgten körperliche Attacken, Zwangsarbeit und die Verhaftung der Eltern. Im Februar 1943 wurde auch Justin Sonder nach Auschwitz deportiert. Sonder überlebt das KZ und den Todesmarsch nach Flossenbürg.

Erst seit den 1990er Jahren berichtet Sonder von seinem Überleben.

Erinnerungen an Chemnitz und Auschwitz

Chemnitz ist seit 90 Jahren die Heimat von Justin Sonder. Er kennt jedes Haus, jede Ecke, jeden Weg. Sonder führt durch seine Heimatstadt und berichtet über seine Kindheit, erste antisemitische Erfahrungen, das Leben im "Judenhaus" in der Zschopauer Straße, die Deportation und sein Überleben in Auschwitz.

Erinnerungen an die Todesmärsche 1945

Justin Sonder überlebte die Lager in Auschwitz. Doch auch danach, während der anschließenden Todestransporte, war sein Leben in großer Gefahr. Sonder berichtet über die Transporte und Märsche, welche ihn in das KZ Flossenbürg in Bayern führten. Dort gelang ihm die Flucht.

Nora Goldenbogen zur Geschichte von Justin Sonder

"Solche Erlebnisse, wie Justin Sonders sie hatte, sind wichtig, um die Geschichte des Nationalsozialismus, der Hitler-Diktatur für weitere Generationen zu bewahren."  Dr. Nora Goldenbogen ist Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Dresden.

Jüdisches Leben in Chemnitz

Zuwanderung, Antisemitismus, Holocaust. Dr. Jürgen Nitsche zur Geschichte der Jüdischen Gemeinde zu Chemnitz vom frühen 20. Jahrhundert bis zum Holocaust.

Juden in Sachsen – Verfolgung und Vernichtung

Vom latenten Antisemitismus zur systematischen Verfolgung und Vernichtung der Juden in Sachsen. Dr. Annette Rehfeld-Staudt berichtet.