Neu im Sortiment

Hier stellen wir Ihnen in unregelmäßigen Abständen einige der Bücher vor, die neu in unser Angebot aufgenommen wurden und die bei uns bestellbar sind. Mehr neue Bücher gibt es im aktuellen Publikationsverzeichnis.

Medien und Digitalisierung

Prenzel, Thorben:

Fake News. Moderne Lügen entlarven und entspannt reagieren

Der mit grafischen Darstellungen aufgelockerte Band richtet sich an ein breites Publikum und versteht sich als alltagspraktischer Ratgeber zum Umgang mit als wahr verkauften falschen Informationen („Fake News“), wie sie häufig von Verschwörungstheoretikern verbreitet werden. Zunächst bietet der Autor eine Handlungsanleitung zum Erkennen falscher Informationen - speziell im Internet - an, dann gibt er Empfehlungen für den Umgang mit „Fake News“ auf der Basis der von ihm vorgeschlagenen „Triple-A-Methode“: Argumentatives Überzeugen, (freundliches) Abbrechen des Gesprächs und aktives eigenes Vorgehen gegen die Verbreitung von Unwahrheiten. (Sonderausgabe für die Zentralen für politische Bildung, Frankfurt/M. 2019, 176 S.)

Landeskunde Sachsen / Geschichte

Ristau, Daniel:

Bruch/Stücke. Die Novemberpogrome in Sachsen 1938

Zum 80. Mal jährten sich 2018 die antisemitischen Novemberpogrome im Deutschen Reich. Übergriffe und Gewalt richteten sich auch auf dem Gebiet des heutigen Sachsen flächendeckend gegen jüdische Gemeinden, Geschäfte und Wohnungen. Vor allem aber betrafen sie jene Menschen, die nach nationalsozialistischen Kriterien als Juden verfolgt waren: Sie wurden verhaftet, misshandelt und in einigen Fällen getötet. Und es waren auch Menschen, die diese Taten begingen oder deren Zeugen wurden. Der im Rahmen des Projekts BRUCH|STÜCKE entstandene Band führt Forschungsliteratur, Quellen und Zeitzeugenerinnerungen zu den sächsischen Pogromen in all ihren Facetten erstmals zusammen. (Sonderausgabe für die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, Leipzig 2018, 242 S.)

Geschichte

Chapoutot, Johann/Whaley, Joachim:

Unsere Geschichte. Deutschland 800 bis heute

Zwei renommierte ausländische Deutschlandhistoriker erzählen unsere Geschichte seit dem Jahr 800. Joachim Whaley betont die große Bereicherung, die aus dem vielstimmigen Konzert der Herrschaftsstruktur des Heiligen Römischen Reiches erwächst. Und Johann Chapoutot zeigt neben nationalistischer Arroganz und dem Gang in die Hölle auch die Leistung der Erneuerung und den ernsten Willen zur politischen Kooperation im Nachkriegsdeutschland. Ohne Schuld und Versagen zu verwischen entwerfen beide Historiker ein anderes Narrativ deutscher Geschichte: Erfrischend, glänzend erzählt und hochgelehrt. Der Blick von außen wird uns die eigene Geschichte neu sehen lernen. (Sonderausgabe für die Zentralen für politische Bildung, Darmstadt 2018, 304 S.)

Politik

Schubert, Klaus/Keil, Johannes:

Demokratie in Deutschland

Dieser Band bietet Grundinformationen über Gesellschaftsform, Struktur, Organisation und historische Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland. Ein wichtiger Schwerpunkt ist dabei das Thema der Partizipation, die gleichsam als Bringschuld des Bürgers Voraussetzung für ein funktionierendes demokratisches Gemeinwesen ist. Das Buch will Appetit auf Demokratie machen. Dies gelingt nicht nur durch Sprache und Struktur, sondern auch durch ein ansprechendes, zeitgemäßes Layout, das durch Fotos, Schaubilder und Cartoons überzeugt. (Sonderausgabe für die Zentralen für politische Bildung, Münster 2018, 176 S.)

 

Geschichte

Reuth, Ralf Georg:

Kurze Geschichte des Zweiten Weltkriegs

Der Zweite Weltkrieg ist der Dreh- und Angelpunkt des 20. Jahrhunderts: Ohne ihn kann man weder retrospektiv den Ersten Weltkrieg und die Weimarer Republik richtig einordnen noch die Nachkriegszeit mit der Zweiteilung Deutschlands und Europas. War der Zweite Weltkrieg die Fortsetzung des Ersten? Warum haben die alliierten Kriegsgegner Hitler so lange so falsch eingeschätzt? Wie wurde aus dem europäischen Krieg ein Weltkrieg, und wie beeinflusste das den Mord an den Juden? Diese und weitere Fragen behandelt die ebenso fundierte wie leicht zugängliche Darstellung des verheerendsten aller Kriege, der Millionen Menschen das Leben kostete und beispiellose Brutalität hervorbrachte. (Sonderausgabe für die Zentralen für politische Bildung, Berlin 2018, 414 S.)

 

Extremismus

Speit, Andreas (Hrsg.):

Das Netzwerk der Identitären. Ideologie und Aktionen der Neuen Rechten

LIn den letzten Jahren hat sich die Identitäre Bewegung (IB) fest in der politischen Landschaft verankert. Ihre Mitglieder besetzen öffentliche Gebäude, steigen auf das Brandenburger Tor, stellen Hinrichtungen nach oder stören Vorlesungen. Ihr schwarz-gelbes Logo, der griechische Buchstabe Lambda, ist auf zahlreichen Internetseiten präsent. Die „Bewegung“ besteht zwar nur aus einer Aktivistengruppe von etwa 800 Mitgliedern, wird aber von Zehntausenden finanziell unterstützt. Ihre rechtsextremen Inhalte verbindet sie geschickt mit einem popkulturellen Habitus. 13 Autoren, die seit Jahren die Entwicklungen in der rechtsradikalen Szene kritisch begleiten, legen einen fundierten Übersichtsband vor, der die Entwicklung der Identitären Bewegung darstellt, ihre Ideologie analysiert, Aktionen beschreibt und Netzwerke offenlegt. (Sonderausgabe für die Landeszentralen für politische Bildung, Berlin 2019, 262 S.)

 

Europa

Patel, Kiran Klaus:

Projekt Europa. Eine kritische Geschichte

Die EU ist im Krisenmodus. Nach Jahrzehnten des Erfolgs scheint sie erstmals in ihrer Existenz bedroht. Doch ist die heutige Situation wirklich so außergewöhnlich? Auf Grundlage der neuesten Forschung und eigener Archivrecherchen erzählt Kiran Klaus Patel die Geschichte der europäischen Integration im Kalten Krieg neu. Er zeigt das Projekt Europa ungeschminkt – jenseits des Wunschbildes politischer Sonntagsreden und billiger Polemik. Wer die Vorgeschichte der EU kennt und weiß, wie sie zu dem wurde, was sie ist, der sieht auch die Entwicklungen der Gegenwart in einem anderen Licht. (Sonderausgabe für die Zentralen für politische Bildung, München 2018, 463 S.)

 

Graphic Novel

 

Mecklenbeck, Dirk/Adam, Raik:

Todesstreifen (Graphic Novel)

Zwischen 1986 und Frühjahr 1989 reisten vier befreundete junge Männer aus Halle (Saale) nach West-Berlin aus. Dort erprobten sie ihre frisch errungene Freiheit, stießen sich aber an der Gleichgültigkeit, die sie gegenüber den Zuständen in der DDR und gegenüber der Mauer erfuhren. Sie entschieden sich für ein radikales Statement gegen das verhasste Bollwerk. Am 17. Juni 1989 warfen sie mehrere Molotowcocktails über die Mauer in den Grenzstreifen. Die Graphic Novel, gezeichnet und geschrieben von zwei der damaligen »Mauerkrieger«, erzählt die Geschichte von der Idee bis zum Anschlag, der den Auftakt zu einer ganzen Reihe von Aktionen gegen die Mauer im Sommer 1989 darstellte. (Berlin 2018, 96 S., Bestellnummer: 411*)

 

Medien und Digitalisierung (Kopie 1)

Kurz, Constanze/Rieger, Frank:

Cyberwar – Die Gefahr aus dem Netz

Die Autoren beleuchten die Realität von Cyberkonflikten als ein grundlegendes Dilemma digitaler Gesellschaften. Sie beklagen das erst zu spät gesellschaftlich erwachte Bewusstsein für die Bedrohungslage und thematisieren sowohl politisch-geheimdienstliche, militärische und wirtschaftliche Hacker-Attacken und Spionage als auch die Gefährdungen für den einzelnen Internetnutzer. Ferner werden mögliche ausländische wie innerstaatliche Angreifertypen benannt, Desinformationen und 'Fake News' erörtert sowie Vorschläge zum Schutz von Daten und Dateninfrastruktur gemacht. (Sonderausgabe der Landeszentralen für politische Bildung, München 2018, 288 S.)