Streitkultur

Keine Demokratie ohne Streit. Streit ist ein Wesenselement unserer Demokratie. "Vernimmt man in einem Staat keinen Lärm von Streitigkeiten, so kann man sicher sein, dass in ihm keine Freiheit herrscht.", unterstellt Montesquieu. Dahrendorf geht noch weiter, indem er die Demokratie als "institutionalisierten Streit" bezeichnet, denn die Demokratie ermöglicht und braucht den geordneten Wettstreit der Argumente.

Alle Jahre wieder: demonstrieren, blockieren, ignorieren?

Magdeburg, Dresden, Chemnitz, ... Viele deutsche Städte wurden zum Ende des 2. Weltkrieges bombardiert. Der von Deutschland entfesselte Krieg kam zurück. Seit Jahren demonstrieren Rechtsextreme zu den Jahrestagen der Bombardierungen. In den letzten Jahren haben sich dagegen unterschiedliche Protestaktionen entwickelt. Das Spektrum reicht vom schweigenden Protest bis hin zur Blockaden der Demonstrationsrouten der Rechtsextremen. 

Prof. Monika Harms (Generalbundesanwältin a.D.), Dr. Elisabeth Raiser (Vorsitzende der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste) und Grit Hanneforth (Geschäftsführerin des Kulturbüros Sachsen) diskutieren, welcher Protest gegen Rechtsextreme richtig ist? Ausschnitte aus der Podiumsdiskussion „auf unseren Straßen. Dresden am 13. Februar - zwischen stillem Gedenken, Demos und Blockaden" am 5.2.2013 im Kulturrathaus Dresden. Ein Film von http://www.hechtfilm.de

Das Parlament als Abnickmaschine?

Wolfgang Neskovic (MdB, Richter am Bundesgerichtshof a.D.) am 19. November 2012 in der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung über "Die Bedeutung des Streites für das demokratische Gemeinwesen. Anspruch und Wirklichkeit und neue Regeln des Streits"

Die Überlegungen von Wolfgang Neškovic stießen auf ein interessiertes und kontroverses Echo. Seine Thesen sind streitbar. Ganz im Sinne unseres Jahresthemas haben wir Antje Hermenau, Dr. Matthias Rößler, Oliver Reinhard und Werner Rellecke um Kommentare gebeten. (mehr)

Gehört Dresden auf die Couch?

"Demokratisch für die Demokratie streiten". Dresdner Rede von Frank Richter am 5. Februar 2012 im  Schauspielhaus Dresden mehr

In Sachsen wird zu wenig gestritten

"Meinem Gefühl nach ist Streiten immer unangenehm, meinem Verstand nach gelegentlich unerlässlich." Ein Gespräch mit Frank Richter, Direktor der SLpB mehr

Wir streiten gern. Drei Beispiele:

zwickau's next top speaker Teil 2

Lasst uns streiten!

Um Kopf und Kragen

Am 1. April 2011 trafen sich in der Dresdner Herkuleskeule Politiker und Kabarettisten und sagten sich mal richtig die Meinung.