Produktbeschreibung
Silber aus dem Erzgebirge, Porzellan aus Meißen, Spitzen aus Plauen, Kameras aus Dresden, Strümpfe aus Chemnitz, Bücher aus Leipzig oder Autos aus Zwickau: dies sind Produkte, die Sachsen in der Welt bekannt gemacht haben. Mehrfach nahm die sächsische Wirtschaft in der deutschen Geschichte einen vorderen Platz ein. Erfindergeist und Unternehmermut, Gewerbefleiß, Fachwissen und besondere Fertigkeiten führten zu herausragenden Leistungen.
Stets entschieden jedoch die politischen Rahmenbedingungen über Erfolg und Misserfolg, Phasen von Aufstieg, Stagnation oder Niedergang der sächsischen Wirtschaft. Ebenso stand die wirtschaftliche Entwicklung in einem ambivalenten Wechselverhältnis zu den teils revolutionären Veränderungen in der Gesellschaft. Eine eher gemäßigte Arbeiterbewegung unter sozialdemokratischer Dominanz sicherte vor dem Ersten Weltkrieg den langfristigen Aufstieg, während die internationale Wirtschaftskrise Ende der 1920er Jahre in Sachsen die politische Lage zugunsten der NSDAP eskalieren ließ. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor auch die sächsische Wirtschaft den technologischen Anschluss an den Westen, aber innerhalb der DDR – und des Ostblocks insgesamt – behauptete sie ihre überdurchschnittliche Position und Leistungskraft. Dies war dann wiederum eine vergleichsweise vorteilhafte Ausgangslage für den wirtschaftlichen Systemwechsel.
Die Historiker Karlsch und Schäfer legen mit diesem Band erstmals seit vielen Jahren eine wissenschaftliche Gesamtdarstellung zum Thema vor. Das Buch ist reich bebildert und richtet sich nicht nur an Wissenschaftler, sondern vor allem an ein breites interessiertes Publikum.
Stets entschieden jedoch die politischen Rahmenbedingungen über Erfolg und Misserfolg, Phasen von Aufstieg, Stagnation oder Niedergang der sächsischen Wirtschaft. Ebenso stand die wirtschaftliche Entwicklung in einem ambivalenten Wechselverhältnis zu den teils revolutionären Veränderungen in der Gesellschaft. Eine eher gemäßigte Arbeiterbewegung unter sozialdemokratischer Dominanz sicherte vor dem Ersten Weltkrieg den langfristigen Aufstieg, während die internationale Wirtschaftskrise Ende der 1920er Jahre in Sachsen die politische Lage zugunsten der NSDAP eskalieren ließ. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor auch die sächsische Wirtschaft den technologischen Anschluss an den Westen, aber innerhalb der DDR – und des Ostblocks insgesamt – behauptete sie ihre überdurchschnittliche Position und Leistungskraft. Dies war dann wiederum eine vergleichsweise vorteilhafte Ausgangslage für den wirtschaftlichen Systemwechsel.
Die Historiker Karlsch und Schäfer legen mit diesem Band erstmals seit vielen Jahren eine wissenschaftliche Gesamtdarstellung zum Thema vor. Das Buch ist reich bebildert und richtet sich nicht nur an Wissenschaftler, sondern vor allem an ein breites interessiertes Publikum.